Sonntag, 30. April 2017

Samstagsfragmente #85 - Sonntag statt Samstag



Heute


ist schon Sonntag und ich hüte mal wieder mein krankes Mädchen, das sich scheinbar irgendeinen Magen-Darm-Virus eingefangen hat (ich bin aber guter Dinge, dass es mich nicht erwischen wird..). Es ist ja sehr rücksichtsvoll von ihr, dass sie sich dafür meinen freien Tag ausgesucht hat und ich nicht extra der Arbeit fernbleiben muss. An der Stelle ist es vielleicht interessant zu erwähnen, dass die Schonkost im Hause Fragmentage aus Ginger Ale und Salzbrezeln besteht, seit ich von amerikanischen Freunden gelernt habe, dass Ginger Ale bei Magen-Darm besser sein soll als Cola. Überhaupt finde ich spannend, dass es in jeder Familie und jedem Land da ein bisschen andere Präferenzen gibt, Placebos sind diese Getränke ja letztlich beide.

Die Woche


war eine bunte Tüte interessanter Dinge:

Erfreulichkeiten


  • den Dokumentarfilm "Pray the Devil back to hell" über Leymah Gbowee und die liberische Frauenbewegung für den Frieden gesehen. Ich hatte ja auch ihr Buch gelesen.  
  • das Screening des Films fand im privaten Rahmen statt und wurde durch die hiesige "Grassroots" Bewegung "Women Wage Peace" organisiert. Es hat mich sehr ermutigt mehr über deren Arbeit zu erfahren.  
  • von einer alten Freundin und deren Familie gehört 
  • der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreich hat mich natürlich auch erfreut 
  • ebenso die Nachricht, dass es wieder ein Sommerprogramm in der Schule geben soll

Erlesenes 


Mein Ehrgeiz: "Das achte Leben (für Brilka)" die Tage endlich mal fertig lesen. Den Wälzer.


Foto der Woche


eine Pusteblume

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Webfragmente


Bewegend: Prayer of the mothers (Musikvideo Women Wage Peace)

Gute Laune: Ein tanzender Vater mit seinem Sohn (Video)

Dirty Dancing Tourismus: In Virginia kann man bei Kellerman's, bzw. in dem Resort, das als Kulisse diente, heute Fanurlaub machen. (Artikel)

Interessanter Artikel mit blödem Titel über die Probleme des deutschen Schulsystems, ähnliches kann ich im israelischen auch beobachten. (Artikel)



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //


Kommentare:

  1. Gute Besserung an Deine Tochter! Ja, die Hausmittel gegen Magen-Darm-Infekte sind so unterschiedlich. Ich plage die Familie dann immer mit der Moro'schen Möhrensuppe. Selbst der Hund bekommt sie im Falle des Falles verordnet.
    Die Probleme unseres Schulsystems sind mannigfaltig. Ich bin heilfroh, dass ich da keine Entscheidung mehr treffen muss (unsere Alternative war auch nicht das Gelbe vom Ei...)
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Die Moro'sche Möhrensuppe muss ich direkt mal recherchieren, danke für den Tipp! Ich halte ja auch viel von Haferschleimsuppe, aber die mag das Mädchen so gar nicht....

      Ganz liebe Grüße,
      Hadassa

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  2. Bore da, Hadassa.
    Ich denke die wertvollste Assoziation mit unseren Kinderkrankheiten bleibt in der Erinnerung die liebevolle Pflege der Eltern. Ihre Nähe wenn einem elend ist. Die Liebe eben.
    Ingwer-Limo ist ein wohlschmeckender Ausgleich für den erlittenen Wasserverlust. Übrigens die einzige Form, in der ich Ingwer zu mir nehme. :-)
    Refuah shlemah!

    Wobei das Durchreichen der Tarn-Nazis zur Stichwahl jetzt auch kein Ruhmesblatt für das Land der liberte, egalite & fraternite ist. Dies zumal die Elemente der Revolutions-Losung die ersten Opfer von Dogmatikern an der Macht sind (siehe die Regierungen Polens, Ungarns).

    Schule sollte humanistische Bildung, die Fähigkeit zu eigenständigen Gedanken bedeuten. Nicht der Experimentier-Acker diverser Kultusminister sein. Nicht die Wirtschafts-Schmiede für stromliniengeformte MINT-Eierköpfe. Erst recht schliessen sich Dogma & Bildung völlig aus.
    Der Kini Bayerns hat sich ja erst letztens von seinem Mantra "G8" verabschiedet; nicht ohne Schüler, Lehrer & Eltern mit der fixen Idee jahrelang schalu zu machen.

    Inzwischen ist wieder Mai im Land, während sich das Wetter noch spät-winterlich gibt.

    bonté

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    1. Ich liebe Ingwer-Limo!

      Die perfekte Schule gibt es, denke ich, nicht. Aber das Lehren von Sozialkompetenz, eigenständigem Denken und Problem-lösen ist aus meiner Sicht wichtiger, als stupides durchpauken von vorgegebenen Lehrplänen, wie es im öffentlichen Schulwesen leider noch vielfach geschieht.

      Morgen ist Wahl in Frankreich, schauen wir mal, was auf uns zukommt...

      Viele Grüße,
      Hadassa

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  3. Ich habe gerade mit Interesse den Artikel zu Kindergärten gelesen. In meinem direkten privaten Umfeld habe ich keinen Kontakt mehr mit Kindergärten und Schulen und kann gar nicht beurteilen wie der Trend ist. Aber ich beobachte seit unserem Umzug mit Faszination die beiden Kindergärten in der Nachbarschaft. Der vor dem Haus ist mit einer großen und schön ausgestatteten Freifläche gesegnet inklusive großem schattenspendendem Baum und Spielgeräten und ich sehe so gut wie nie Kinder und Erzieherinnen dort. Der Kindergarten hinter dem Haus hat gerade mal einen gepflasterten Hof, der zu einer großen Wohnanlage gehört, und dort toben den ganzen Tag Kinder und spielen mit allen möglichen Dingen, die sie selber mitgebracht haben. Die Erzieher beobachten viel und steuern eigentlich nur, wenn es mal zu Streit kommt oder wenn doch mal eine Gruppe zu lange gelangweilt herumsteht. Es mag ein Vorurteil von mir sein, aber die Kinder hinter dem Haus sehen glücklicher aus, als die von dem anderen Kindergarten ...

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    1. Das klingt schön, was du von dem - auf den ersten Blick - schlechter ausgestatteten KiGa erzählt. Ich bin überzeugt, es steht und fällt mit den ErzieherInnen. Das haben wir seit dem Kindergarten so beobachten können und in der Grundschule zieht sich der Trend weiter. Wenn das Kind von nur einer Person "gesehen" wird, ist vieles andere nebensächlich und das ist im Augenblick bei uns glücklicherweise der Fall. Wir hoffen sehr, dass es nächstes Jahr so weiter geht. Allerdings sehen wir im Umfeld auch viel Stress unter den Eltern, die Kinder zu pushen und zu Überfliegern zu machen, es ist nicht immer leicht, sich davon abzugrenzen.
      VlG,
      Hadassa

      Ganz liebe Grüße,
      Hadassa

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    2. Ja, das denke ich auch. Ich kann es ja nur als Außenstehende beobachten, aber nachdem ich seit Jahren neben Kindergärten wohne, fallen sogar mir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Erziehern ins Auge.

      Schön, dass ihr da auch so ein Glück habt. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es weiterhin für eure Tochter so bleibt! :) Und auch wenn es nicht leicht fällt sich von den "Überfliegereltern" abzugrenzen, so ist es euch doch bewusst, dass diese Abgrenzung für euch erforderlich ist - das ist doch schon eine Menge wert. :)

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