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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Samstagsfragmente #85 - Sonntag statt Samstag

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Heute
ist schon Sonntag und ich hüte mal wieder mein krankes Mädchen, das sich scheinbar irgendeinen Magen-Darm-Virus eingefangen hat (ich bin aber guter Dinge, dass es mich nicht erwischen wird..). Es ist ja sehr rücksichtsvoll von ihr, dass sie sich dafür meinen freien Tag ausgesucht hat und ich nicht extra der Arbeit fernbleiben muss. An der Stelle ist es vielleicht interessant zu erwähnen, dass die Schonkost im Hause Fragmentage aus Ginger Ale und Salzbrezeln besteht, seit ich von amerikanischen Freunden gelernt habe, dass Ginger Ale bei Magen-Darm besser sein soll als Cola. Überhaupt finde ich spannend, dass es in jeder Familie und jedem Land da ein bisschen andere Präferenzen gibt, Placebos sind diese Getränke ja letztlich beide.

Die Woche
war eine bunte Tüte interessanter Dinge:

Erfreulichkeiten
den Dokumentarfilm "Pray the Devil back to hell" über Leymah Gbowee und die liberische Frauenbewegung für den Frieden gesehen. Ich hatte ja auch ihr Buch gelesen.  das Screeni…

Samstagsfragmente #84 - bye, bye Blogstress

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Heute
habe ich beschlossen, mit dem Blog kürzer zu treten, denn ich merke, dass ich ein bisschen müde geworden bin in letzter Zeit und es mich zunehmend stresst, wenn ich es nicht schaffe, regelmäßig zu veröffentlichen, weil das Leben mich halt gerade mal wieder anderweitig fordert. Das ist ungut, denn das Blog sollte ja eigentlich ein kreativer Ausgleich sein und kein zusätzlicher Stressfaktor. Daher werde ich in nächster Zeit nur noch die Samstagsfragmente regelmäßig hier lassen und ansonsten ohne Druck eher sporadisch veröffentlichen. Wenn ich ehrlich bin, läuft es eigentlich schon eine ganze Weile mehr oder weniger so, aber ich habe das Gefühl, dass ein klarer Schnitt für mich wichtig ist. Der Bericht aus Nazareth kommt aber auf jeden Fall noch und die Rezension des neuen Ink Rebels von Kira Minttu auch (erscheint am 1. Mai), danach werde ich erstmal sehen, was die Zukunft so bringt, in Sachen Blog und Schreiben im Allgemeinen.

Danke, dass ihr hier immer wieder reinschaut und kom…

Samstagsfragmente #83 - Nett in Nazareth :)

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Heute 
vergnügen wir uns im schönen Nazareth, weswegen ich hier nur noch ganz schnell vor dem Einschlafen die Samstagsfragmente hin werfen kann, es war ein ausgefüllter Tag. Ein ausführlicher Bericht dieser kurzen Städtereise kommt aber noch, versprochen!


Die Woche 
war Pessach mit nur anderthalb Arbeitstagen - da gibt es gar nichts zu meckern :)

Erfreulichkeiten 
einen tollen Sederabend erlebtmit dem Mädchen und zwei besten Freundinnen noch mal Beauty and the Beast gesehen (diesmal im Originalton und natürlich viel besser)die Ausstellungseröffnung eines lieben Künstlerfreundes besuchtein paar Tage Urlaub unverhofft altes Geburtstagsgeld gefunden (ich dachte, das passiert immer nur den anderen...) und gleich in Sandalen für das Mädchen investiert
Erlesenes 
Erlesenes... naja... ich musste unbedingt schnell Sarah J. Maas re-readen (nennt es "Escapism"), aber danach geht es dann gleich weiter in Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili


Foto der Woche 
Blumen kann ic…

#12von12 im April - Pessachwoche

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Nach dem ersten Pessachfeiertag gestern bin ich heute ganz tapfer ins Büro getrabt. In der Woche zwischen den Feiertagen nehmen viele frei, die Kinder haben ja eh Ferien, und in den letzten Jahren waren wir in dieser Zeit immer in Zypern im Urlaub. Dieses Jahr wäre ich gerne nach Italien gefahren, aber der Gatte kam sehr lange nicht in die Pötte und wenn es um Pessach geht muss man sehr vorausschauend planen, um überhaupt bezahlbare Flüge zu finden. Irgendwann war es dann zu spät und wir entschieden, dieses Jahr Pessach im Land zu bleiben.

Ich trabte also ins Büro, auf den Straßen war nur sehr wenig los und selbst busy Tel Aviv wirkt eher verschlafen. In der Lobby unseres Gebäudes, in der normalerweise munterer Cafébetrieb herrscht, steht eine verwaiste Theke, die Espressomaschine hat ausgezischt und die Stühle sind - ganz untypisch für Israel - ordentlich auf die Tischchen gestapelt. Das Café bleibt für die ganze Woche geschlossen. Keine Backwaren, kein Business. Würden sie sich nich…

Matzen backen

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wäre für meine Zwischentraditionensammlung schön gewesen, weswegen ich mich vor etwa zwei Wochen sehr gefreut habe zu hören, dass in unserer Stadt in der Woche vor Pessach eine mobile Matzenbäckerei ihre Öfen anfeuert. Auf Facebook wusste man, wo genau das stattfinden soll, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten. Doch als ich mich heute an meinem freien Tag mit dem Mädchen aufmachte, echt pessachkoschere Matzen selber zu backen, stellten wir zu unserer Enttäuschung fest, dass die Aktivität kurzfristig umziehen musste. In einen Kibbutz außerhalb der Stadt, der wiederum so religiös geprägt ist, dass er dann doch ein bisschen außerhalb meiner persönlichen Komfortzone liegt.

Spannend hätte ich das Ganze aber schon gefunden, denn der Prozess der Matzenbäckerei ist, wie so vieles im Judentum, streng reglementiert. Matzen sind ja flache, staubtrockene Teigplatten, die auf den ersten Biss ein bisschen an Knäckebrot erinnern. Da während der Pessachwoche kein Brot und auch sonst keine "ges…

Samstagsfragmente #82 - Fast Ferien...

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Heute 

ist etwas ganz erstaunliches passiert. Wir waren in Jerusalem mit einer alten Familienfreundin verabredet, weil die Hilfe mit der modernen Technik brauchte. Für das Mädchen hatten wir ein Kartenspiel zur Beschäftigung dabei, aber als die Gastgebern vorschlug, wir könnten doch in der Zwischenzeit ins Museum gleich um die Ecke gehen und ich sofort abwinkte, weil wir dort ja nun schon vor zwei Wochen waren, war ausgerechnet das Mädchen sofort begeistert bei der Sache. Das Kind ist mir manchmal schon unheimlich mit seinen Reifeschüben. Jedenfalls machten wir uns schnell auf die Socken, denn viel Zeit hatten wir nicht, mit dem Ziel Archäologieabteilung. Letztes Mal haben wir uns dort ja nur die Mumie angeschaut, heute fingen wir systematisch bei den allerersten Spuren menschlichen Lebens im Nahen Osten an (Neandertaler und Steinzeitmenschen und so..) und tasteten uns bis ins byzantinische Reich vor. Kurioserweise kommt einem jenes am Ende eines solchen Rundgangs richtiggehend moder…