Donnerstag, 30. März 2017

#12telBlick 2017 - Kaktus und Mandelbäumchen (März)

Wieder geht ein Monat zu Ende, wieder treffen wir uns an meinem Jahresbaum.

Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert, auf den zweiten Blick sieht man sehr deutlich, was hier in den letzten vier Wochen passiert ist: das Grün ist derart ins Kraut geschossen, dass die Pfade schmal geworden sind und ich mich durch hüfthohe Steppe kämpfen muss, um überhaupt an die Fotostelle zu kommen.



Pollen fliegen, ich bin ein bisschen schniefig, kein Wunder, es blühen immer noch verschiedenste Blumen und das wild wogende Getreide ist - scheinbar aus dem Nichts - aufgetaucht.




Auf der lauschigen Bank unter dem Baum lässt es sich normalerweise gut sitzen, zur Zeit ist die Bank allerdings unter dem Gestrüpp kaum zu sehen.



Pfade zum Baum finden..




Eine Ecke weiter findet auf dem Hügel gerade eine archäologische Ausgrabung statt. Ich bin nicht sicher, nach was genau gescharrt wird, ich werde aber versuchen, das bis zum nächsten 12tel-Blick herauszufinden.




Dass es hier noch einiges zu finden gibt, glaube ich gleich. Auf dem Hügel sind schon einige historische Entdeckungen gemacht worden und erst kürzlich hat die Stadtverwaltung eine ganze Reihe erklärende Tafeln erneuert.


Alle Blicke des Jahres sammle ich hier.

// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //

Samstag, 25. März 2017

Samstagsfragmente #81 - Mikroskopieren und Musik

Baumwollfaser unter dem Mikroskop

Heute


haben wir erstmal bis nach 10 Uhr gemütlich ausgeschlafen und uns dann fast den ganzen Tag mit dem neuen Mikroskop beschäftigt. Wir hatten uns im Auftrag von den Großeltern ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und am Ende zu einem Junior-Modell von Bresser entschieden, was wohl eine gute Entscheidung war: Fliegenbeine, Zwiebelhäutchen, Blütenblätter, Wollfasern und vieles andere mehr wurde ausgiebig bestaunt und mit der Mikroskopkamera teilweise auch auf den Laptop gesendet. Ein sehr cooles neues Spielzeug, an dem auch Mama viel Spaß haben kann *grins*

Später haben wir noch einen Spaziergang auf unseren Hügel gemacht, auf dem in den letzten Wochen das Grün derart wild ins Kraut geschossen ist, dass man viele Pfade zur Zeit gar nicht erkennen kann und sich teilweise durch hüfthohe Gräser schlagen muss :)

Außerdem hat der Gatte entdeckt, dass bei Apple Music bereits der komplette Soundtrack von Beauty and the Beast zu hören ist, ein Ohrenschmaus.


die Woche


Erfreulichkeiten

  1. das Mädchen ist 10 Jahre alt geworden 
  2. und die verschiedenen Geburtstagsfeiern sind alle gut verlaufen 
  3. als Nebeneffekt der Party in den Genuss des neuen Beauty and the Beast Kinofilms gekommen und entdeckt, dass "Matthew Crawley" die männliche Hauptrolle hat! 
  4. einer Freundin helfen können 
  5. Pilates macht zur Zeit richtig Freude

Erlesenes


diese Woche kam ich kaum zum Lesen, aber ich habe Child 44 von Tom Rob Smith angefangen. Ein harter Thriller aus der Sowjetunion der 1950er Jahre, ich finde es sehr spannend, aber auch nicht einfach.

Foto der Woche


das Kind im Museum 💜


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Webfragmente


Ein witziges Musikvideo von Shlomo Artzi von 1975 in dem er für einen Eurovisions Contest auf Deutsch singt: Video

Ein kluger Artikel über integrative Bildung von jüdischen und arabischen Kindern in Israel - ich bin da ja eine große Befürworterin: (Englisch)

Und noch zwei von Beauty and the Beast: Trailer in hebräischer Synchro , Offizielles Musikvideo mit Ballszene


Habt einen schönen Sonntag :)



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //



Freitag, 24. März 2017

Eine Woche voller Geburtstage - 10!



Der Mädchengeburtstag ist vor ein paar Stunden ehrenwert zu Ende gegangen.

Mit 10 kann man...
  1. sich schon längst mit seinen Freundinnen auf WhatsApp über alles mögliche austauschen und verabreden
  2. auf YouTube Folgen von Serien suchen und finden, die man unbedingt noch sehen muss 
  3. die Haltung von Zootieren kritisch hinterfragen
  4. bei Konflikten zwischen Klassenkameraden vermitteln 
  5. mit dem eigenen Buskärtle durch die Stadt fahren 
  6. filigrane Schmuckstücke aus winzigen Perlen basteln
  7. sich schon ernsthafte Gedanken darüber machen, ob man später mal den Pflichtdienst in der Armee leisten oder doch lieber ein soziales Jahr machen will 
  8. freihändig ohne Zügel galoppieren 
  9. selber entscheiden, wie genau man die endlich erlaubten Ohrlöcher gemacht haben will 
  10. tolle Fotos von Blumen mit seinem Smartphone machen

Gefeiert wurde dieses wichtige Ereignis über mehrere Tage. Und bevor jetzt wer sagt, das wäre alles übertrieben: Find ich nicht. Wir haben nur dieses eine Wunder(kind), das dürfen wir einmal im Jahr schon ein bisschen ausgelassener feiern.

Am "richtigen" Geburtstag geht es bei uns wahrscheinlich sehr ähnlich zu wie in vielen Familien überall auf der Welt: Mama und Papa richten des Nachts einen Geburtstagstisch her und nach dem Aufwachen darf man Kerzen auspusten und Geschenke auspacken. Natürlich weiß man, dass das genau so passieren wird und deshalb kann man am Vorabend des großen Tages nur schlecht einschlafen und wacht schon im Morgengrauen wieder auf. :)

Unser Geburtstagstisch sieht jedes Jahr ein bisschen anders aus, je nachdem, was mir gerade so einfällt. Da die Blumenkästen auf dem Balkon just diese Woche wie verrückt blühen, bat ich den Gatten, ein bisschen Deko für mich zu pflücken. Ich hatte nur nicht damit gerechnet, dass er die einzelnen Blümchen liebevoll handverlesen würde, aber das Ergebnis war wirklich hübsch.




Voluminöse Geschenkkartons hat man mit 10 nicht mehr so wirklich - die Playmobilära scheint zu Ende zu gehen (schnief) - und die Übersichtlichkeit des Päckchenstapels führte direkt zu etwas Frust am Geburtstagsmorgen, vor allem, weil das dringend gewünschte Mikroskop nicht dabei war. Dass sie das von Sabba und Savta ein paar Tage später bekommen würde, konnte sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen und es war nicht ganz leicht für uns alle, den Frust und die Anspannung auszuhalten, denn man hat sich als Eltern ja auch über die kleinen, flachen Geschenke durchaus Gedanken gemacht. Nicht zu vergessen der ideelle Wert: Der Gatte hatte ein Gedicht für den Anlass geschrieben und ich wie jedes Jahr Stunden in die Gestaltung des persönlichen Fotobuches gesteckt. Blöd war auch, dass dieser Tag ein ganz normaler, öder Schultag war, aber das ließ sich halt nicht wirklich ändern.

Besser wurde es einen Tag später dadurch, dass bei den Pfadfindern eine kleine Feier ausgerichtet wurde, mit Krone, Kerzen und Keksen. Diese liebe Aufmerksamkeit wurde am Mittwoch noch von ihrer Tutorin getoppt, die sogar Luftballons und ein Geschenk für sie besorgt hatte. Wahrgenommen und geschätzt zu werden ist in diesem Alter so unheimlich wichtig, das merken wir in letzter Zeit immer häufiger.


Gestern dann stand die Party mit ihren Freundinnen an. Wir haben länger hin- und her überlegt, ob wir wieder einmal mit allen Mädels ihrer Klasse feiern sollen, uns dann aber dagegen entschieden und die Sause auf 10 inklusive Geburtstagskind beschränkt. Das Programm: Zuerst "Die Schöne und das Biest" im Kino sehen, danach Geschenke auspacken und Pizza für alle, zum Abschluss Kuchen - Ende.

Die Karten dafür hatten wir schon vor einer guten Woche besorgt, der Pizzamann wusste auch Bescheid, ich hätte mich also zurücklehnen können. Weil ich aber so bin, wie ich bin, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, der Sache doch noch einen persönlichen Touch anzuheften. Ich bereitete jedem Gast eine kleine Snacktüte fürs Kino vor und - das war wieder so eine Schnapsidee von mir - bastelte ein kleines Armband passend zum Film. Die Neuauflage des Märchengeburtstag in der Version 2.0 für große Mädels, sozusagen.

(Wirklich teuer waren daran nur die Kinokarten ...)



Die Party wurde ein voller Erfolg.

Der Film war grandios (klickt hier, falls ihr Lust auf den Trailer in hebräischem "Diwuw" habt), fast alle Mädels und sogar der Gatte mussten vor Rührung heulen, unser Mädchen war glücklich, die Gäste waren glücklich und mein waghalsiger Versuch, einen Geburtstagskuchen mit Fondant zu gestalten, klappte ebenfalls besser als gedacht.

Heute hieß es dann nur noch, die Familienfeier über die Bühne zu bringen. Unser Standardprogramm - Grillen auf dem Balkon - können der Gatte und ich mittlerweile schon echt gut, trotzdem ist es jedes Mal ein bisschen anstrengend, weil die Schwiegereltern meist so frühzeitig aufschlagen, dass man noch mitten in den Vorbereitungen steckt, wenn man eigentlich gar keinen Kopf für Small Talk oder gar tiefsinnige Gespräche hat. Und wenn die Kinder aneinander geraten, kann es in unserer kleinen Hütte auch mitunter recht eng werden. Heute waren aber alle gut drauf und haben die Gemeinschaft genossen. Jedenfalls soweit ich das beurteilen konnte.

Besonders toll fand es das Mädchen, dass wir es geschafft haben, sie mit der Familienparty zu überraschen. Mit ihr war eine Party samstags im Park abgesprochen, stattdessen haben wir die Familie schon am Freitagnachmittag zu uns bestellt, während sie noch bei den Pfadfindern war. Als sie nach Hause kam, gab es ein großes "Hallo!" - sie hatte wirklich keine Ahnung und war sehr begeistert. Auch über den Käsekuchen, den ich gebacken hatte, denn sie liebt Käsekuchen, rechnete aber nicht damit, einen zu bekommen, weil ich Erdbeertorte machen wollte. Auf die Idee, dass ich einfach einen Erdbeerkäsekuchen backen könnte, kam ich tatsächlich erst einen Tag vor der Feier.

Morgen ist Shabbat. Da mache ich nichts.





Sonntag, 19. März 2017

Samstagsfragmente #80 - Mittags im Museum









Gestern


haben wir den Nachmittag im Israel Museum in Jerusalem verbracht. Ich hatte das schon länger auf dem Zettel, weil dort aktuell eine Ausstellung über Jesus in der israelischen Kunst gezeigt wird (Behold the man - Jesus in Israeli Art), die mich sehr interessiert. Trotzdem war ich dann überrascht, wie viele Künstler sich tatsächlich mit diesem Mann, diesem Juden Jesus in ihrem Werk auseinandergesetzt haben und wie unterschiedlich sie sich diesem Thema angenähert haben. Ein wiederkehrendes Motiv ist Jesus im Zusammenhang mit dem Holocaust, eindrücklich ein Bild, in dem ein SS-Offizier Jesus vom Kreuz zerrt, um ihn einen Strom jüdischer Gefangener zu stoßen, ebenso die lebensgroße Darstellung eines ikonenartigen Jesusgesichtes auf einem nur abstrakt in den blauen Streifen der KZ-Kleidung dargestellten Körper. Aber auch ein Gemälde von Chagall, der - das war mir neu - Jesus oft aufgegriffen hat, eine Marmorstatue, die den jüdischen Jesus vor dem römischen Gericht zeigt und ein monumentales klassisches Gemälde des lehrenden Jesus in jüdisch-orthodoxem Gewand vor Zuhörern verschiedener Herkunft und Religion in der Synagoge von Kapernaum. Viel Anklage gegen die Kirche, gegen das Kreuz, das den Juden über die Jahrhunderte so oft zum Symbol des Unheils und Unrechts geworden ist, steckt in dieser Ausstellung, aber nicht nur. Mehrere Stunden kann man dort locker verbringen und über die Werke sinnieren, aber das Mädchen wollte noch die spannende Mumie sehen *grusel* und ich einige andere Ausstellungen wenigstens streifen.




Besonders haben es mir die farbenprächtigen Werke des Künstlers Otto Freundlich angetan, die derzeit ebenfalls in einer temporären Ausstellung gezeigt werden. Freundlich war ein Pionier der abstrakten Kunst, sein Werk wurde von den Nazis als "entartete Kunst" gebrandmarkt und zu großen Teilen zerstört bevor der Künstler selbst 1943 im KZ Majdanek hingerichtet wurde. In den großformatigen Gemälden hätte ich mich noch lange verlieren können. Die Werke, der mit ihm unter "The Shadow of Colour" ausgestellten Künstler, fand ich ebenfalls sehr faszinierend.

Otto Freundlich


Eine weitere temporäre Ausstellung ist ebenfalls auf ihre Art spannend und sehenswert: Unter dem Namen "No place like home" (gesponsert unter anderem von IKEA Israel) kann man Werke internationaler Künstler sehen, die von Alltagsgegenständen inspiriert ist. Die Galerie ist in verschiedene Räume aufgeteilt, der Besucher spaziert quasi durch eine Wohnung mit Eingang, Wohnzimmer Küche, Bad, Schlafzimmer, Garage etc... -  von überdimensionierten Löffeln und Gemüsereiben über ein verkehrtes Stockbett bis hin zu einem täuschend echt wirkenden Müllsack aus Bronze ist hier eine Bandbreite zeitgenössischer Kunst vertreten.


Wenn ich jetzt noch erwähne, dass neben dem dauerhaften Kunstbestand, den wir diesmal gar nicht angesehen haben, im Israel Museum auch die Qumran-Rollen gelagert und ausgestellt werden sowie eine ganze archäologische Abteilung israelischer Geschichte und mehrere Hallen über das jüdische Leben über Jahrhunderte und Landesgrenzen hinweg, könnt ihr euch vorstellen, dass man hier niemals alles an einem einzigen Tag ansehen kann.



die Woche

Erfreulichkeiten


viele tolle Dinge mit Oma und Opa unternommen:
  1. im Sachne schwimmen gewesen und belgische Waffel gegessen
  2. auf der Farm des Mädchens Reitkünste gewürdigt
  3. einen langjährigen Herzenswunsch erfüllt und Ohrlöcher stechen lassen (mit fast 10 und so...)
  4. kurz vor Feierabend den Zoo besucht und die Tiere mal ganz anders erlebt 
  5. die Planung für die diesjährige Mädchenparty größtenteils abgeschlossen 

Erlesenes


Dazwischen: Ich von Julya Rabinowich habe ich gern gelesen. Die Autorin, die selbst als Kind entwurzelt wurde, versetzt sich darin in ein junges Flüchtlingsmädchen, das seit etwa zwei Jahren mit seiner Familie in einer Unterkunft für Asylsuchende in Österreich lebt und zwischen dem Wunsch nach Integration und der Verpflichtung zu Tradition und Familie hin- und hergerissen ist.

Das Pubertier von Jan Weiler war wie erwartet witzig und hat mich erfrischt auflachen lassen, weil mich so viel an meine eigene Pubertät erinnert hat. Gleichzeitig hat es mich mit Grauen erfüllt, was da wohl bald alles auf uns zukommen wird, oh Schreck.

Foto der Woche


entspannte Zootiere am späten Nachmittag

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Jetzt geht es fix in die Geburtstagswoche des Mädchens. Marathon trifft es wohl eher, aber das wird auch alles echt schön, glaub ich.

Habt es gut :)



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Mittwoch, 15. März 2017

5 Minuten Ruhm - Purim 2017




Das war also Purim 2017.

Ich falle ja immer ein bisschen in ein Loch wenn ich das Mädchen komplett ausgestattet und mit jeder Naht und jeder Haarsträhne perfekt (oder beinahe perfekt) sitzend in der Schule abgegeben habe. Meist sammle ich auf dem Weg dahin ein paar Komplimente ein und dann ist es für mich auch schon gelaufen. Ein klassischer Antiklimax nach all der detailversessenen Vorbereitung für diesen großen Tag. (Ja, ich habe am Ende den Köcher natürlich auch noch bestickt. Vorne und hinten. *rotwerd*)  Wie gut, dass man auf Facebook auch ein bisschen Lob einheimsen kann :)

In der Schule gibt es am Purimfest nur Remmidemmi, lustige Spiele und irre Mengen an Süßigkeiten, um 11 Uhr ist Schluss, denn dann sollen alle schnell nach Hause, damit sie es pünktlich zur Parade schaffen. Das ist jedes Jahr so, heuer aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass unsere Klasse die Schule repräsentieren durfte.

Als wir - pünktlich, natürlich! - ankamen (den Hund schmuggelten wir im Rucksack ein) war allerdings noch tote Hose. Kaum eine Menschenseele an den Absperrungen längs der breiten Hauptstraße zu sehen, auf der die Parade vorbeiziehen sollte.

Wir standen uns also die Beine in den Bauch, warteten und warteten noch ein bisschen länger, bis endlich Bewegung in das Geschehen kam und die Darbietungen eine nach der anderen erstaunlich geordnet an uns vorbeizogen. Die Parade steht immer unter einem bestimmten Motto, diesmal "Träume" und jede Schule der Stadt hatte sich dazu etwas ausgedacht. Dazwischen liefen Vereine, Jugendgruppen und viele aufblasbare Riesenfiguren mit.




Einige Interpretationen des Traum-Themas fand selbst ich Zynikerin ziemlich beeindruckend: Als "Mein Zukunftstraum" war eine Klasse als Doktoranden und Professoren verkleidet, eine ganze Herde Schäfchen gab es zu zählen, paradierende Sterne in Gold, schmelzende Uhren à la Dali ("Nimm dir Zeit zu träumen!") und als krönender Abschluss "Der Zauberer von Oz" mit je einer Klasse Löwen, Blechmännern und Vogelscheuchen.






Die religiösen Schulen hielten sich an biblische Motive wie "Josephs Träume", "Jakobs Himmelsleiter", und der ewige Traum vom Messias.




Unsere Klasse veranstaltete eine Pyjamaparty: Die Kinder trugen einheitliche Schlafanzüge und Schlafmützen und liefen hinter einem geschmückten Himmelbett her. Jeder hatte ein großes Kissen dabei und streute bunte Federn in die Menge. Der Gatte lief als Begleitperson tapfer mit und machte in seinem Herrenschlafanzug eine gute Figur :)








Das Purimfest auf der Farm hat es ein paar Tage später leider verregnet. Zwar fanden die Reitveranstaltungen trotzdem statt, aber die vielen liebevoll ausgedachten Aktivitäten fielen ins Wasser. Zwei unverdrossene kostümierte Pferde konnte man immerhin im Stall beobachten:



Ansonsten haben wir dieses lange Wochenende viel mit Oma und Opa unternommen, die heute leider schon wieder zurück nach Hause geflogen sind.

Schön war's :)



Montag, 13. März 2017

#12von12 im März - ein Tag im Norden

ja, ja, der 12. war schon gestern, aber ich war am Abend so müde, dass ich es nicht mehr geschafft habe, die Bilder hier einzustellen. Wir haben ja gerade Oma und Opa zu Gast, da liegen die Prioritäten ein bisschen anders, aber fotografiert habe ich und unser Ausflug hat uns zu so einem traumhaften Ort geführt, dass ich euch die Bilder auf keinen Fall vorenthalten möchte :)

Erstmal mussten wir ein bisschen Fressalien fürs Picknick einpacken.

1. Proviant
2. was gesundes ist auch dabei 

Dann hieß es, den ganzen Krempel und alle Insassen inklusive Hund in unseren Yaris packen und ab Richtung Norden. Seit einigen Jahren gibt es in Israel eine mautpflichtige Autobahn, die den Norden mit dem Süden verbindet, da geht das eigentlich ganz fix und es gibt einiges zu kucken, denn die Autobahn führt an einigen arabischen Städten und auch an der Westbank vorbei - hohe Minarette, goldene Kuppeln, interessant gebaute Wohnhäuser und dazwischen immer wieder üppiges Grün und blühende Hügel.

3. Frühling entlang der Strecke
4. Hund darf mit und freut sich

Etwa 90 Minuten dauerte die Fahrt, die uns wiederum dicht an die jordanische Grenze in die Nähe der historischen Stadt Beit Shean (Scythopolis in römischer Zeit und eine der bedeutendsten Städte der Dekapolis) führte, die wir uns diesmal aber nicht ansehen wollten. Unser Ziel heute war eines der schönsten Ausflugsziele in Israel überhaupt - das Sachne mit seinen natürlichen Wasserbecken, die ganzjährig angenehm warm sind. Ich glaube, ich hatte schon mal erwähnt, dass der Gatte sich lange Jahre geweigert hat, überhaupt dorthin zu fahren, weil es angeblich immer so überlaufen ist, dass es keinen Spaß macht (Israelis lieben Wasserattraktionen!). Das trifft in den langen Sommermonaten sicherlich zu, aber seit wir vor gut einem Jahr mit meinen Eltern mitten im Winter dort waren, sind wir so begeistert, dass wir es dieses Mal direkt wieder auf den Ausflugszettel genommen haben. Scheinbar ist es auch Mitte März für die meisten Israelis noch zu kalt, denn wir waren auch dieses Mal praktisch unter uns.

5. blaue Lagune?
6. Bergsee? 

Sogar der Opa ließ sich breitschlagen, ein wenig mit dem Mädchen zu schwimmen und selbst der Gatte konnte sich entspannen und an der friedlichen Atmosphäre erfreuen - Erfolg!


7. Wasserfall
8. Aussicht

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig finde ich ja die im Sachne heimischen Fische, die einen sofort anknabbern, sobald man nicht mehr in Bewegung ist, aber das Mädchen findet das total cool und eine Freundin von mir sagt immer, sie würde niemals teures Geld für hippe Fischpediküre bezahlen, wenn sie sie im Sachne umsonst bekommen kann :)

9. das bisschen Regen stört doch nicht...
10. Fische im klaren Wasser beobachten


Gegen Mittag zog der Himmel leider zu und es begann leicht zu regnen. Also packten wir lieber zusammen und suchten uns auf dem Heimweg ein Café für Kaffee und Süßkram. Die gigantische belgische Waffel geht beinahe als früher Geburtstagskuchen für das Mädchen durch. Zuckerschock! 💜



11. Belgische Waffel
12. Lecker Kaffee

Wieder Zuhause stellten wir fest, dass es auch hier ungemütlich geworden ist und ließen den Abend mit einem gemütlichen Filmabend ausklingen.

Wie war euer 12.? Ich schaue gleich mal, ob bei Caro inzwischen die Fotos auch da sind. Irgendwie beruhigend, dass auch sie es nicht jeden Monat am Stichtag schafft... ☺


// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Samstag, 11. März 2017

Samstagsfragmente #79


Heute


waren wir draußen im Grünen ein bisschen wandern. Das Wetter - nicht heiß, etwas bewölkt mit einem frischen Wind - war ideal dafür und der Andrang hielt sich erfreulich in Grenzen.

Außerdem sind meine Eltern ein paar Tage zu Besuch und wollen so viel Frühling mitnehmen, wie es nur geht.

Heute Abend waren der Gatte und das Mädchen auf einer Purimparty, während ich bei meinem monatlichen Frauenabend war - Kostümierung erwünscht. Und weil ich keine Spielverderberin sein mag, wühlte ich kurzentschlossen ein uraltes 90er-Jahre Damenkostüm in Marineblau aus dem Schrank, schmierte mir knallroten Lippenstift ins Gesicht, band mir ein gelbes Halstuch um und machte einen auf Lufthansa-Flugbegleiterin. 

"Coffee or tea, anyone?"

die Woche


habe ich als produktiv und sinnvoll empfunden.  

Erfreulichkeiten


  1. Mama und Papa aka Oma und Oma sind gelandet
  2. Vorfreude auf ein paar schöne Tage mit der Familie
  3. Purim ist gut gelaufen (zur Parade schreibe ich noch was), das Mädchenkostüm war ein großer Erfolg 
  4. beim Pilates ein Erfolgserlebnis gehabt (vielleicht werde ich ja doch noch marginal gelenkig auf meine alten Tage)
  5. das Verkehrschaos in Tel Aviv nach der vorübergehenden Schließung eines wichtigen Bahnhofs (Großprojekt Stadtbahn) dauerte zum Glück nur 4 Tage an. 

Erlesenes


Zero von Marc Elsberg war wie erwartet spannend, fundiert mit Fakten unterfüttert und so nah an den heutigen virtuellen Realitäten, dass es für mich als Bürgerin des global vernetzten Dorfes auch ein bisschen ungemütlich zu lesen war.


Foto der Woche


die Mandelbäume blühen noch immer ...


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// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Mittwoch, 8. März 2017

[Buch] Franziska Fischer: Und irgendwo ich

Und irgendwo ichUnd irgendwo ich by Franziska Fischer
My rating: 4 of 5 stars

Lizzy und ihrer Schwester steht die Welt offen, denn mit ihrer Mutter leben sie mal hier, mal da und haben schon in jungen Jahren viele verschiedene Länder gesehen. Meist ziehen sie weiter, wenn sie sich gerade eingelebt haben, und so konnten die Mädchen nie lernen, was Heimat bedeutet. Als sie zurück nach Deutschland in ein verlassenes Haus ziehen, spürt Lizzy von Anfang an, dass diesmal alles anders ist. Das Haus löst etwas in ihr aus, das sie nicht zuordnen kann, fast scheint es ein Geheimnis zu verbergen, und dann ist da noch der stille Junge in ihrer Schule, der immer wieder in ihrem Alltag auftaucht.

***

"Und irgendwie ich" ist der vierte Ink Rebel, klar, dass ich ihn lesen musste, obwohl ich mir unter dem Titel anfangs nicht viel vorstellen konnte. Die Beschreibung von Lizzys Kindheit und der unsteten Weltenbummlerei hat mich beklemmt und stellenweise sogar an die Autobiographie "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls erinnert. Da steckt gefühlsmäßig so viel drin, Sehnsucht, Heimweh, Einsamkeit, Verlust - das hat mich emotional mitgenommen. Franziska Fischers Stil ist leise und poetisch, das Tempo baut sich allmählich auf und hält dabei trotzdem von Anfang an einen Spannungsbogen, der es mir leicht gemacht hat, rein zu finden und dranzubleiben. Ein behutsamer Jugendroman mit einer starken Protagonistin, die sich trotz aller Schwierigkeiten den immer wieder veränderten Umständen in ihrem Leben und den damit einhergehenden sozialen Herausforderungen stellt. Habe ich gerne gelesen.

"Und irgendwo ich" ist für Kindle für 3,99 Euro zu haben, als Taschenbuch erscheint es in Kürze.



Weitere Ink Rebels:

Jennifer Benkau: Es war einmal Aleppo
Kira Minttu: Keep on dreaming
Julia K. Dibbern: Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Montag, 6. März 2017

Also in Sachen Purim....

.... habe ich heute richtig Fleißsternchen gesammelt:

Unser Kostüm ist ja jetzt soweit fertig, ich habe sogar eine vollkommen kostenneutrale Ohrenlösung gefunden, danke FB-Nachbarin, danke YouTube !, aber damit ist es ja nicht getan, und da am Donnerstag meine Eltern zu Besuch kommen, bin ich leider schon ein bisschen in Zeitnot.

Also habe ich heute nach der Arbeit schnell drei Bleche Mini-Hamanohren gebacken, die wir für eine kleine symbolische Version der traditionellen Mishloach Manot nutzen werden (leider sind manche zerlaufen und sehen jetzt eher ... anders ... aus, aber dafür schmecken sie!). Verpacken werde ich sie morgen, verteilen soll sie der Gatte. Mit den unförmigen werde ich die Kollegen beglücken, das gibt Zusatzpunkte, denn wenn der Bürohunger kommt, wird die Form jeder Süßerei zweitrangig...

Danach bin ich mit einer Dose voll ofenwarmen Gebäcks in die Schule geeilt, wo einige tapfere Mamas heute Abend den "Float" unserer Klasse für die große Purimparade der Stadt vorbereiteten. Viel war nicht mehr zu tun, aber die Hamanohren wurden gern genommen und ein paar Mützen konnte ich immerhin noch bekleben. Die besondere Ehre der Schulrepräsentation wird uns glücklicherweise nur einmal im Grundschulleben zuteil, denn sie fällt jährlich den Viertklässlern zu.

Es wird überhaupt das erste Mal sein, dass ich so eine Parade besuche, ich hab's ja nicht so mit großen Menschenansammlungen und komme auch nicht aus einer Faschings- oder Karnevalhochburg, aber das wird bestimmt gut.
(Und gibt zusätzliche Purim-Fleißsternchen, vor allem, wenn es heiß wird am Freitag.)

Freitag, 3. März 2017

DIY Kostüm: Waldelf aus Mittelerde (ohne Nähmaschine)



Das Mädchen, die arme Socke, ist mit einer Fantasymama geschlagen.. Da sie leider nach wie vor nur sehr ungern liest, muss ich ihr die wunderbare Welt der Sagen, Märchen und Fabelwesen eben anderweitig nahe bringen. Vor drei Jahren war sie ein Feenflatterwesen, 2015 ein Einhorn und letztes Jahr auf ausdrücklichen Wunsch Rapunzel, aber auch das haben wir nicht einfach von der Stange gekauft, sondern etwas kreativer zusammengestellt.

Dieses Jahr zu Purim meinte sie vor Monaten mal, sie würde gerne als Indianerin gehen, was für mich, wie alle anderen ethnischen Kostüme eher nicht geht, aber von Indianer kam ich auf Pfeil und Bogen und von Pfeil und Bogen auf Fantasy und da spezifisch auf starke Fantasyfrauen und da war sie dann schon die Idee einer coolen Waldläuferelfe mit Pfeil und Bogen über der Schulter. Und da ich ja mit Fleece, Tüll und Satinband mittlerweile schon ein bisschen Bastelerfahrung habe (ihr glaubt gar nicht, wie weit man mit einem Meter Fleece kommt!) hatte ich dann ziemlich schnell ein paar Ideen im Kopf und dachte, ich stelle sie mal hier vor.

Das fertige Kostüm:

Waldelfenkostüm


Nähmaschine und besonderes handwerkliches Geschick braucht es nicht, aber ein bisschen Zeit und Geduld schon: Ich finde das händische Gestichel sehr meditativ und durchaus entspannend, aber man sollte nicht einen Tag vor dem Kostümevent damit anfangen.

Pfeil und Bogen wollte ich ursprünglich auch selber machen, habe dann aber zu einer bestellten Waffe gegriffen - man muss seine Grenzen kennen und das Ding sollte ja auch einigermaßen benutzbar sein.

Hier also nur die Anleitung für das Kostüm selbst mit einem passenden Köcher/-gurt.

Disclaimer: Ich habe nicht den Anspruch eine idiotensichere Bastelvorlage zu erstellen, weil ich selber eine ganz große Improvisiererin bin. Viele Ideen aus meinem Kopf sehen hinterher ganz anders aus, aber als Anregung sollten die folgenden Ausführungen allemal taugen.

Material:


1m Fleece in Grün
2m Filz in Dunkelgrün
1m (soft-)Tüll in Waldgrün
1m breites Bundgummi
Stickgarn in Dunkelgrün
5m breites grünes Satinband
4-5m schmales grünes Satinband


Anleitung

Oberteil: 

1. Auf einem großen Papierbogen (für das fast 10-jährige Mädchen hat A3 knapp gereicht, aber ihr müsst es am Oberkörper eures Kindes selbst abschätzen) ein Blatt mit breitem Stengel aufzeichnen und ausschneiden.

2. Fleece doppelt nehmen, Schnittmuster so feststecken, dass der Stengel an der Falzkante aufliegt (der Stengel wird das Schulterteil des Oberteils!) und mit einer scharfen Schere ausschneiden. Fleece franst nicht aus - ein großer Vorteil für minimalistische Nähfreuden :)


Schnittmuster Oberteil


3. Blattadern hinten und vorne mit grünem Stickgarn aufsticken, wer mag, kann zusätzlich das Blatt mit einem grünen Rand umsticken, das sieht hübscher aus.

einfacher Stich
4. Dem Kind beide Blatthälften über die Schulter legen, eng an de Körper halten und markieren, wo die Bindebänder verlaufen sollen (einmal über der anderen Schulter, je ein- zweimal seitlich unter den Achseln), damit das Oberteil faltenfrei und bequem am Körper festgeschnürt werden kann. Ich habe das pi mal Daumen entschieden mit dem Ergebnis, dass es jetzt beim Anziehen ein bisschen ein Gefummel ist, bis alles ordentlich sitzt, aber ich bin zu bequem, die Bindebänder noch mal zu versetzen, also mein Tipp: Gleich von Anfang an richtig machen :)

5. An den markierten Stellen am Vorder- und Rückenteil schmales Band fest annähen. 

Rock: 

1. Tüll über das Bundgummi legen und mit Stecknadeln feststecken. Mein Meter Tüll kam schon mehrlagig gefaltet, falls das bei euch anders ist, müsst ihr an der Stelle ein bisschen experimentieren, wie ihr den Tüll am besten legt, damit er letztlich etwa knielang wird. Taillenweite am Gummi messen und entsprechend feststecken, dabei den Tüll in gleichmäßige Falten legen.

2. Eine Schablone für ein etwa 6-7cm hohes Efeublatt erstellen, auf Filz zeichnen und 12x ausschneiden.


Rockbunddetail

3. Jeweils ein Blatt vor und hinter das Gummi auf den Tüll legen, feststecken und durch den Tüll fest zusammennähen, dabei den Mittelteil aussparen, damit das Bundgummi zwischen den Filzblättern frei beweglich bleibt.

4. Mit dem letzten Efeublatt wird der Rock am Bundgummi fest zusammengenäht.

Tüllrock Waldelf / Elbenkostüm

Beinlinge: 

1. Fleece doppelt nehmen und ein großes Rechteck mit Zacken/Fransen an der oberen Kante ausschneiden. Ich hatte mir auf einem Din A4-Blatt ein Schnittmuster gemacht, aber das geht sicher auch frei Hand.

Beinling / Stulpe Waldelf

2. Je Beinling etwa 1,5m langes, 1cm breites Satinband mit grünem Stickgarn in einem groben Zickzackstich auf die glatte Fleecekante nähen. Enden gut festnähen.

3. Über Kreuz am Bein oder über dem Stiefel festschnüren und oben mit einer Schleife schließen.

(Ich hatte zuerst ausprobiert, die Beinlinge in lockeren Falten auf Stulpen zum Überziehen zu nähen, aber das war eine ätzende Fitzelei, sah eher aus wie ein verunglücktes Krokodil, und ließ sich auch nicht gut ans Bein ziehen. Die Schnürlösung ist eleganter und sogar simpler)

Armstulpen/Handschuhe:

Gleiches Prinzip wie die Beinlinge mit dem Unterschied, dass sie unten keine glatte Kante haben, sondern über den Handrücken gezogen werden, wo sie mit einem kleinen Schlitz am Mittelfinger gehalten werden. Da müsst ihr beim Zuschneiden ein bisschen nach Augenmaß gehen.

Armstulpe / Handschuh

Das grüne Band wird auf Höhe des Handgelenks mittig mit Zickzackstich angenäht, die Schnürung läuft zum Ellbogen hin.


Armstulpe offen - Muster

Köcher:

1. Je nach Pfeillänge ein etwa 1m langes und 30cm breites Filzrechteck ausschneiden, der Länge nach auf links doppelt legen und Köcherform aufzeichnen, die zum Falz nach unten schmaler wird.

fertiger Köcher
2. Mit Stecknadeln entlang der Zeichnung feststecken. Oben je 3cm nach innen einklappen und ebenfalls feststecken. Das wird später der Tunnelzug.

3. Entlang der Stecknadeln den Köcherkörper fest zusammen nähen, dabei die obere Kante noch nicht zusammen nähen!

4. Stecknadeln entfernen, die Tunnelzugkante festgesteckt lassen. Überschüssigen Filz abschneiden und Köcher auf rechts drehen.

5. Die nach außen gefaltete Kante mit Stickgarn dekorativ festnähen - ich habe einen kleinen Zickzackstich genommen, aber es geht natürlich alles was gefällt, so lange es die Kante schön festnäht und ein Tunnel stehen bleibt, der breit genug für das Band ist. Wer sichergehen will, führt das Band schon vor dem Zusammennähen ein, dann müsst ihr nur aufpassen, dass ihr es nicht aus Versehen mit vernäht, ist mir alles schon passiert. Am Ende beidseitig eine Öffnung lassen.

6. Schmales Satinband durch den Tunnelzug ziehen, damit kann die Öffnung des Köchers ein bisschen gerafft werden, damit die Pfeile nicht so leicht rausrutschen. Außerdem dient das Band dazu, den Köcher am Bauchgurt zu befestigen. 

Bauchgurt/Mieder:

1. Ein etwa 60x20cm großes Filzrechteck ausschneiden und doppelt legen. Gewünschte Form aufzeichnen und ausschneiden, dabei den Falz stehen lassen.

2. An der offenen Seite zwei Reststücke Bundgummi so anbringen, dass der Gurt bequem übergestreift werden kann. Er sollte eng anliegen, aber natürlich bequem sein.

3. Der Köcher kann anschließend am Bundgummi ganz einfach festgebunden werden.

4. Optional: den Gurt mit einer dekorativen Stickerei versehen. Das ist ganz klar eine Spielerei, denn unter Rock und Oberteil sieht man das am Ende nur minimal, aber wie ich schon sagte, Sticken hat etwas sehr meditatives und ich überlege noch, ob ich ein ähnliches Muster auch noch auf den Köcher sticke, mal sehen...*

Bauchgurt - Köchermieder


Unter das Kostüm wird das Mädchen wohl eine schwarze Leggings und ein schwarzes Trägertop ziehen. Ob ich ihr noch ein kurzes Cape aus dem restlichen Fleece mache, überlege ich noch und entscheide gegebenenfalls spontan, wenn der Wetterbericht etwas sicherer ist. Schulterfrei zieht ja doch etwas.

Für die Haare haben wir uns für Tauriels Frisur aus dem zweiten Hobbitfilm entschieden. Ist recht unkompliziert, YouTube hat massenhaft Anleitungen dazu.

Purimkostüm 2017 - check! ✅


Bogen von Bogensportwelt.de

*doch noch bestickt, klar....