Mittwoch, 27. Dezember 2017

Literarischer Jahresabschluss #BSBP17


Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?


Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke von Karen Joy Fowler wurde mir eines Tages mit dringender Empfehlung in die Hand gedrückt. Autorin und Titel sagten mir spontan nichts, aber schon auf den ersten Seiten hat es mich wahnsinnig in seinen Bann gezogen und steht definitiv ganz weit oben bei meinen diesjährigen Lesehighlights.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? 


Seufz. Da gab es leider 2017 mehr als eins, aber richtig enttäuscht hat mich Artemis von Andy Weir. Der Marsianer war vor drei Jahren eines meiner Jahreshighlights und seit "Limit" von Frank Schätzing fasziniert mich die Idee einer Mondbesiedelung. Die Heldin in "Artemis" konnte aber leider überhaupt keine Sympathiepunkte bei mir landen, das Buch steckte voller Infodump und Spannung wollte auch nicht so recht aufkommen. Am Ende war ich nur noch genervt. 

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum? 


Von Kazuo Ishiguro hatte ich bis zu seinem Nobelpreis nichts gelesen und wollte diese Lücke daher gerne schließen. Never let me go hat mich sehr beschäftigt und ich werde ganz sicher nicht zum letzten Mal etwas von ihm gelesen haben. 


Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum? 


Ich mag bunte Cover, deshalb hat mich das von Der Zirkus der Stille (Peter Goldammer) sehr angesprochen. Kukolka von Lana Lux hat ebenfalls ein ganz wunderbar gestaltetes Cover.


Kukolka - Aufbau-Verlag

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2018 lesen und warum?


Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky. Es wurde mir dieses Jahr so oft empfohlen und ich wollte es eigentlich schon gelesen haben, 2018 ist es auf jeden Fall dran. Und noch so 70 andere...


***

Noch ein bisschen Statistik: Bis zum 27.12. habe ich 76 Bücher mit insgesamt rund 26.000 Seiten bei Goodreads verzeichnet, davon 7 Hörbücher. Mein Ziel waren 77, das sollte ich ich noch bis Silvester schaffen.

Mein längstes Buch hatte 1280 Seiten (Das achte Leben von Nino Haratischwili), das beliebteste haben laut Goodreads außer mir noch 5,887,807 Menschen gelesen (Harry Potter and the Philosopher's Stone)

Meine Themenliste konnte ich vor etwa einem Monat abschließen, für 2018 habe ich die PopSugar Challenge auf dem Zettel (und fühle mich ziemlich herausgefordert). Mit der Bücherkulturchallenge bin ich nicht wirklich vorwärts gekommen.. The Secret History von Donna Tartt konnte ich abhaken und im Moment lese ich The Gift von Cecelia Ahern. Bei den Klassikern hat es nur zu Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde gereicht.


Und bei euch so ?  Freude am Lesen gehabt ?


// Bereits zum 9. Mal findet der Jahresabschluss der Buchblogger statt, ich bin zum vierten Mal dabei (2016/2015/2014). 2017 organisiert ihn wie schon im letzten Jahr auf Petzis Blog Die Liebe zu den Büchern. //

Freitag, 15. Dezember 2017

der zwölfte Monat von zwölf - #12von12 im Dezember

hm... irgendwie habe ich die letzten 12 ein bisschen versemmelt. War aber auch viel los diese Woche: Erst war ich krank, dann kamen meine Eltern um ein Haar nicht zu Besuch, weil in Frankfurt Schneechaos ausgebrochen war, und am 12. war ich zwar wieder im Büro, aber immer noch angeschlagen und dementsprechend nicht so sehr auf dem Posten, dazu kam ein schreckliches Verkehrschaos, weil irgendein wichtiger Rabbiner gestorben war und halb Israel zur Beerdigung anreisen musste, so dass ich vor Aufregung ganz vergaß, den restlichen Tag auch noch zu dokumentieren. Immerhin sieben sind es geworden ...

Eins aus dem Bus (letzte Reihe, wie ganz früher, als man noch richtig cool war...)




Eins von der vorbeiziehenden Landschaft auf dem Weg zur Arbeit




Eins vom gigantischen Roladin-Billboard 

(das sind die, die die besten Sufganiot zu Chanukka backen)




Eins vom morgendlichen Tel Aviver Berufsverkehr




Eins von dem neuen Kakteengarten


der vor ein paar Tagen in der Nähe meines Büro angelegt worden ist. Sehr hübsch und braucht sicher weniger Wasser als die mickrige Bepflanzung, die da vorher war.




Und zwei von Downtown Tel Aviv 

wo ich mit meinen Eltern spazierte, bevor wir uns in das Verkehrschaos stürzen konnten)





Was nicht mehr abgebildet werden konnte: Das Anzünden der ersten Chanukkakerze. Überhaupt kam ich erst heute beim vierten (!) Licht dazu, mal ein Foto von unserem Leuchter zu machen. Das schenke ich euch mal noch als Bonus :)


(Und ja, ich weiß, dass der Leuchter eigentlich ans Fenster gehört, dass er da heute nicht stand, war logistischen Gründen geschuldet)



A post shared by hadassale (@photo_fragment) on






// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Sonntag, 12. November 2017

#12von12 - ist es echt schon November ?!?!

Krass, wie schnell dieses Jahr vergangen ist, und krass, dass zwischen diesen und den letzten 12 von 12 nur zwei Blogeinträge liegen, mir fehlt die Zeit an allen Ecken und Enden. Das liegt aber nur daran, dass so viel in meinem Leben 1.0 passiert. Ich habe einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben und bin auf die andere Seite des Büroflurs gezogen. Das ist gut, geht aber natürlich nicht ohne eine Übergangszeit, während der ich zwischen zwei Stühlen und mit zu wenig Stunden alles mögliche jonglieren muss, bevor ich mich dann hoffentlich bald ganz auf meinen neuen Aufgabenbereich konzentrieren kann. In meiner Freizeit habe ich dann außer für Katzencontent und lustige Filmchen keine Energie für noch mehr Bildschirm. Das ist die sehr knappe Erklärung dafür, warum ich mich hier zur Zeit so rar mache :) 

Die 12 von 12 lasse ich aber nicht aus, zumal heute mein freier Tag war, da hätte es eigentlich ein Leichtes sein müssen, zwölf aussagekräftige Alltagsbilder zu machen, naja.. 


1/12 - erst mal Kaffee, das Mädchen hat schon den obligatorischen Kakao bekommen 


2/12 - dann das Pausenbrot geschmiert und in den dicken Rucksack gestopft


3/12 - sonntags gehen das Hundeding und ich den Schulweg mit und verabschieden uns am Schultor. Da muss man schon noch mal einen Blick hinter sich werfen, ob das Mädchen wirklich weg ist.


4/12 - zurück in der Wohnung mal schnell einen Brotteig angesetzt


5/12 - nachgeschaut, ob die Wäsche schon trocken ist. Ist sie, wir haben heute Wüstenwind, da geht das ratzfatz.


6/12 - Stunden später .... beim Pilates, Schuster, im Drogeriemarkt und in der Zoohandlung hatte ich leider schon nicht mehr auf dem Schirm, dass 12 von 12 ist. Blöd.

Zum Mittagessen gibt es Gnocci mit Tomatensauce.


7/12 - in der Zwischenzeit macht der Roboter seine Arbeit.


8/12 - Sonntag ist Pferdetag! Das Mädchen darf heute mit der Trainerin ausreiten, eine schöne Abwechslung zum regulären Unterricht.


9/12 - ihr derzeitiges Lieblingspferd Louis steht schon geduldig zum Aufsitzen bereit.


10/12 - and ... they're off :)


11/12 - Zuhause lassen wir den Tag mit Tee und Gemütlichkeit ausklingen


12/12 - sogar der Hund ist tiefenentspannt ;)



Im Ohr hatte ich heute den ganzen Tag den neuen Kingsbridge-Roman von Ken Follett und mal wieder erkannt, dass er Historienromane einfach richtig gut kann. Hat ihn schon jemand gelesen? 



// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Freitag, 3. November 2017

12tel-Blick - Kaktus und Mandelbäumchen (Oktober)

Es war ein bisschen länger still hier, was aber nur gute Gründe hatte (!) und ich traue mich schon gar nicht mehr her, weil ich so undiszipliniert bin, was die Blogpflege angeht. Den 12tel-Blick mag ich aber nicht auslassen, obwohl es leider immer noch nicht richtig grünt auf unserem Hügel. Regen hatten wir aber schon ein paar Mal und in den November setze ich große Hoffnungen. 




Meine bisherigen Fotos zum Durchklicken findet ihr hier.


// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //

Samstag, 14. Oktober 2017

Wüstenfragmente #101 - Sonderausgabe aus den Ferien (mit Bildern!)



Heute


war nach einer langen Serie jüdischer Hochfeiertage der letzte Ferientag bevor morgen die Schule und der ganz normale Alltag wieder losgehen. Außerdem haben die Pfadfinder mit großem Aufwand bombastisch das neue Jahr eingeläutet - unsere Fünftklässler haben ein neues Halstuch bekommen und sind damit jetzt nicht mehr die jüngsten im Stamm. (Natürlich finden sie sich extrem cool.)

Die Woche


haben wir in der Wüste begonnen. Auf einer Ökofarm unweit des großen Kraters bei Mitzpe Ramon kamen wir mit einer befreundeten Familie in einer gemütlichen Hütte für zwei Tage unter.




Spätestens seit unserem anstrengenden Camping-Trip vor genau einem Jahr weiß ich zweifelsfrei, dass ich und meine Familie eigene vier Wände, so einfach sie auch sein mögen, immer einem Zelt vorziehen werden. Die Succah in the desert ist verglichen mit Camping beinahe Luxus: Die Hütten, wir teilten unsere mit noch zwei Erwachsenen und vier Kindern, sind ausgestattet mit richtigen Matratzen,  Solarlampen, warmen Bettdecken, Wasserfass und einer Gaskochplatte, die wir hauptsächlich zum Teekochen nutzten.

Duschen und Toiletten stehen der Gemeinschaft etwas abseits der Hütten zur Verfügung und es gibt sogar ein kleines Schwimmbecken. Frühstück und Abendessen, bestehend aus verschiedenen vegetarischen Gerichten, teilweise aus eigenem Gemüseanbau, werden in der Gemeinschaftshütte eingenommen. Das ganze Erleben wirkte auf uns sehr familiär, schlicht und naturverbunden, was für uns gestresste Städter aber gerade den Reiz dieses Ortes ausmachte. 






Am ersten Abend spazierten wir alle auf einen der Hügel und beobachteten den Sonnenuntergang, später blickten wir mit und ohne Teleskop staunend in den klaren Sternenhimmel, bevor der volle Mond aufging und uns die Sicht nahm. Im Morgengrauen weckte das Mädchen den Papa vor Sonnenaufgang und überredete ihn zu einem Spaziergang - ich blieb lieber noch ein bisschen unter der warmen Decke, in der Wüste wird es empfindlich kalt über Nacht.

Glückliche Tiere gibt es auf der Farm zu unser aller Freude auch! Wachhunde, die sich tagsüber überall da ausstrecken, wo es ihnen gerade gemütlich ist, eine Herde Kamele benachbarter Beduinen, Esel und einige Pferde aus schlechter Haltung, die hier einen glücklichen Lebensabend verbringen dürfen - ein wirklich friedlicher Ort an den wir gerne einmal zurückkehren werden.






Unser zweiter Wüstentag führte uns nach dem Frühstück mit den Mädels zum Abseilen an den Ramon Krater. Immerhin 17 Meter geht es dort am nackten Fels in die Tiefe, sehr abenteuerlich also, und wir waren froh, als beide heil unten angekommen waren :)

Anschließend machten wir eine kleine Tour durch den Krater selbst und begeisterten uns über die Aussicht und die vielen verschiedenen Farben der Wüste an diesem faszinierenden Ort.



(Sonstige) Erfreulichkeiten der letzten beiden Wochen


  • nur ein Arbeitstag in dieser Woche - wer will da meckern? 
  • das Laubhüttenfest mit lieben Menschen genossen 
  • an einer ermutigenden Friedensveranstaltung der "Women wage Peace" teilgenommen
  • mit dem Gatten im Theater gewesen - die Inszenierung von 1984 war dann aber doch eher enttäuschend, zu sehr geriet der ernste Stoff zur Komödie, das war fast schon "doppelplusungut" ...
  • in fernen Reiseplänen geschwelgt 


Erlesenes


Ich habe tatsächlich einiges zu lesen gefunden in letzter Zeit..

Der Tod in Venedig von Thomas Mann wollte ich schon lange mal lesen, das gehört zu den Klassikern, die man auf dem Schirm haben sollte, finde ich. Hat mich erwartungsgemäß persönlich nicht sehr angesprochen, aber ich kann es als großes literarisches Werk durchaus respektieren, doch. 

Die anonymen Tagebuchaufzeichnungen Eine Frau in Berlin habe ich schon lange im Regel stehen und konnte mich bisher nicht so richtig dazu aufraffen. Jetzt habe ich es aber doch in die Hand genommen und mehr oder minder in einem Rutsch durchgelesen. Ein beeindruckendes Zeitdokument, das sicherlich keine leichte Kost ist, aber für mich wichtig als Annäherung an die Nachkriegsgeneration, die so viel verdrängt hat, was mich im Umgang mit meinen Großeltern immer frustriert hat.

Der neueste Ink Rebel London Heist von Jonna McKay ist eine witzige und spannende Gangsterromanze, die als eBook-Serie aufgezogen ist, weswegen ich leider, leider auf die Auflösung des Cliffhangers bis Dezember warten muss, arrrrgh. Wer was lockeres für zwischendurch sucht, macht mit dieser Geschichte nichts falsch :)

Richtig gefrustet und enttäuscht hat mich aber Der Turm der Welt von Benjamin Monferat!  Ich habe mir von dem historischen Thriller vor dem Hintergrund der Weltausstellung 1889 in Paris wirklich viel versprochen. Stattdessen kam überhaupt keine Spannung auf, keiner der Charaktere konnte so richtig mein Interesse wecken und der Schreibstil war mir auch nichts. Eines der wenigen Bücher, die ich abbrechen musste, weil es mich so geärgert hat.

Foto der Woche 


Der schräge Wüstenvogel wurde von vielen gemocht, kein Wunder !


A post shared by hadassale (@photo_fragment) on


Webfragmente 


Fürs Auge: die Tochter von alten Freunden meiner Schwiegereltern ist Artistin und trat diese Woche mit ihrem Mann bei einem hiesigen Zirkusfestival auf. Die Trapeznummer habe ich hinterher auf YouTube entdeckt und seither noch einige Male gesehen - schwindelerregend! (Video)

Für die Aktivistenseele: ein kleines Video über die Friedensbewegung israelischer und palästinensischer Frauen, die derzeit für viel Medienaufmerksamkeit sorgt (Englisch)



Donnerstag, 12. Oktober 2017

#12von12 im Oktober - an dem ich kaum das Haus verlassen habe..

Der 12. Oktober fällt dieses Jahr in Israel auf den Abschluss des Laubhüttenfestes, einen gesetzlichen Feiertag :)

Da ich gestern Abend mit Kopfschmerzen flach lag und zu nichts zu gebrauchen war, ließ ich es heute häuslich-ruhig angehen. Tat mir aber gut.



1. Unsere 12von12-Gastgeberin hat heute Geburtstag - 
alles Liebe für das neue Lebensjahr, Caro! 
2. es ist schon halb 10 als ich richtig gut
 ausgeschlafen in die Küche gehe   


3. und Kaffee für mich und den Gatten aufbrühe

4. das Mädchen wünscht sich Pfannkuchen (und merkt
nicht mal, dass ich diesmal Vollkorn untermische)


5. wenn ich schon mit Mehl hantiere, kann ich auch 

gleich den Sauerteig füttern und ein Brot ansetzen
6. das Hundeding hat es heute gemütlich und 
bewacht nebenher meine Wäscheberge



7. während der Gatte und das Mädchen Saba und Savta 
besuchen, mache ich mich an ein schwieriges Buch
8. zwischendurch stöbere ich durch die aktuellen
Kindle-Deals 


9. gegen 18:00 dämmert es schon draußen und ich

sollte schnellstens Abendessen vorbereiten
10. aber erst noch etwas im neuen Ink Rebel lesen,
seit gestern im Handel!    





11. der Sauerteig ist nach vielen Stunden Gehzeit
bereit für den Ofen 
12. die erste frische Scheibe mit Butter - lecker!   


Gemütlich war's heute :)


// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Samstag, 30. September 2017

Samstagsfragmente #100 - Fasten oder Fahrrad fahren ?



Heute


war Yom Kippur und wir hatten es richtig schön. Es war ausnahmsweise mal überhaupt nicht sehr heiß, das Mädchen hat praktisch die halbe Nacht und den ganzen Tag mit ihrem Fahrrad und ihren Klassenkameraden "on the road" verbracht und der Gatte und ich genossen die Stille und ja, sogar die Tatsache, dass man an diesem Tag rein gar nichts machen kann. Jedenfalls nichts, was nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar wäre und es würde auch nicht wirklich viel nützen, weil Läden, Restaurants, Kinos und Fitnessclubs ebenfalls geschlossen sind. Ich persönlich habe den Tag zum Lesen genutzt, ein bisschen über alten Fotoalben und in Erinnerungen geschwelgt, eine Gesichtsmaske aufgetragen, meine Fingernägel frisch lackiert, den Gatten Gedichte aus dem Kulturteil der Zeitung vorlesen lassen, und viel schneller als gedacht waren draußen schon wieder die ersten Autos zu hören.


Die letzten beiden Wochen


Erfreulichkeiten 


  • entspannt das jüdische neue Jahr begrüßt - einmal mit Freunden und einmal mit der Familie
  • ein paar freie Tage gehabt ... 
  • ... und nächste Woche stehen schon die nächsten Feiertage an - es geht in die Wüste ! 
  • dem Mädchen ein schickes gebrauchtes Fahrrad erstanden, das heiß und innig geliebt wird
  • die Samstagsfragmente sind jetzt zweistellig :)  

Weniger erfreulich war natürlich der Wahlausgang in Deutschland, da brauche ich wahrscheinlich nicht wirklich viel dazu zu sagen.


Erlesenes 


Heute habe ich Der Zirkus der Stille von Peter Goldammer gelesen. Ein sehr schönes Wohlfühlbuch über die Suche nach dem eigenen Weg und die Überwindung der Angst vor dem Unbekannten. Kann ich empfehlen.

Fertig geworden bin ich die Tage mit The Secret History von Donna Tartt und habe es mit gemischten Gefühlen zugeklappt. Es ist irgendwie nicht richtig Teil meiner Seele geworden, obwohl es natürlich literarisch sehr wertvoll ist und irre viel drin steckt.

Verschlungen habe ich außerdem in einer einzigen Nacht Ursula Poznanskis neuestes Buch. Der Jugendthriller Aquila war wieder ein richtiger Pageturner, den ich nicht weglegen wollte, bevor ich sicher war, dass ich die Auflösung weiß.

Foto der Woche 


das Mädchenfahrrad hat viele Herzchen bekommen letzte Woche :)


A post shared by hadassale (@photo_fragment) on


Webfragmente 


Das Kulkulam-Projekt bringt fremde Menschen zum gemeinsamen Singen zusammen. Das Ergebnis eines der letzten Treffen ist herzerwärmend: Video (Lied: Lirkom Chalom (Weave a dream) von Boaz Sharabi)

Eine tolle Yom Kippur-Fotoserie aus Tel Aviv habe ich hier gesehen:



Einen schönen Sonntag euch!


Freitag, 29. September 2017

12tel-Blick - Kaktus und Mandelbäumchen (September)

Gerade noch rechtzeitig vor Yom Kippur, dem Tag, an dem man hier nicht mit dem Auto fährt, ist mir eingefallen, dass ich den Hügel noch schnell fotografieren sollte. Viel hat sich in den letzten vier Wochen nicht verändert, aber der blaue Himmel und die weißen Wolken sind doch deutliche Anzeichen dafür, dass der Sommer zu Ende geht.

Das Mandelbäumchen ist so dürre und brüchig geworden, dass ich mich ein wenig sorge, ob es sich wohl wieder berappeln wird, wenn der Regen dann endlich kommt.

12-tel Blick 2017 September 

Der große Baum trägt inzwischen kleine grüne Früchte (ich weiß immer noch nicht, wie er heißt...) und die Schafe habe ich diesmal mit eigenen Augen gesehen und sie dafür bewundert, dass sie so dankbar dieses trockene, stachelige Zeug fressen, das sie hier noch finden. Sehr witzig auch die blinden Passagiere auf dem Rücken einiger Schafe - da musste ich zweimal ungläubig hinsehen, denn diesen Vögeln begegne ich sonst auf diesem Hügel gar nicht.






Eure Blicke sind sicher schön spätsommerlich-frühherbstlich, oder? Meine bisherigen Fotos zum Durchklicken findet ihr hier.


// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //