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Es werden Posts vom Dezember, 2015 angezeigt.

Tschüß 2015....

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Wie im letzten Jahr, hier wieder mein kleiner Jahresrückblick auf 2015...



Januar

2015 begann in Israel ziemlich frostig mit einer Kältewelle, wie man sie hier nur selten erlebt. Der Samstagsausflug fiel über mehrere Wochen buchstäblich ins Wasser und wir hielten uns warm.

Die Befreiung von Auschwitz hat sich zum 70. Mal gejährt, das ging nicht ganz spurlos an mir vorüber.

Gerade noch im Januar machten wir uns dann doch noch auf einen Ausflug an der Küste auf. So viel schneeweißen Ginster habe ich noch nie in derart beeindruckender Blüte erlebt.

Virtuell war ich auf einem meiner Lieblingsfotoblogs Holunder zu Gast und habe mich von Andrea ausfragen lassen.

Außerdem ist im Januar meine Leserlieblingsbücherchallenge gestartet mit Elif Shafak: Der Bastard von Istanbul (Lesehighlight!) und der 12tel-Blick auf meinem Hügel.

A photo posted by @photo_fragment on Jan 23, 2015 at 11:05am PST

Februar
Auch im Februar ging es winterlich weiter, aber nicht ganz so dramatisch, wie Anfang Januar.

Mein g…

12tel-Blick mit Palme - Abschlussbild

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Und so geht es langsam zu Ende, dieses Jahr 2015, und ich bin bei meinem letzten 12tel-Blick angelangt. Der Hügel ist in den letzten Monaten grün geworden, manche Mandelbäume blühen, die Anemonen noch nicht und die Palme steht immer noch da, wo sie das ganze Jahr über gestanden hat.

Ich fand es spannend, den Hügel durch die Jahreszeiten hindurch zu beobachten und zu sehen, wie sich die israelische Natur im Laufe des Jahres verändert. Wo doch mein Gatte immer behauptet, in Israel gäbe es keine Jahreszeiten und alles sähe immer gleich aus. Ha!

Alle 12 Blicke könnt ihr hier sehen.




Liebe Tabea, danke für dieses schöne Projekt, das mich Monat für Monat auf den Hügel gelockt und herausgefordert hat.


// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //





Samstagsfragmente #23

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Gestern
war mein Geburtstag, war Ausflugstag. Manche mögen das ungewöhnlich finden, dass man an seinem Geburtstag nichts besseres zu tun hat, als mit einer Gruppe lauter Israelis und einer ganzen Kinderhorde durch die Landschaft zu stiefeln, ich kann daran nichts schlechtes finden, denn allein das satte Grün und die frische israelische Winterluft sind für mich eine reine Wohltat. Besonders schön war nur, dass wir nicht weit fahren mussten und daher ausschlafen konnten, denn der Tell Gezer ist quasi gleich bei uns um die Ecke.

Dafür weiß er viele spannende Geschichten zu erzählen, aus den Jahrtausenden seiner Besiedelung. Unsere Wanderführerin, die praktischerweise auch begeisterte Archäologin ist, brachte uns die wichtigsten Funde nahe, zum Beispiel eine uralte Tempelanlage, die fast ein bisschen an Stonehenge erinnert, die Überreste eines kanaanitischen Stadttores aus Lehmziegeln, ein Wassersystem aus der Bronzezeit und einen landwirtschaftlichen Kalender in hebräischer Schrift aus d…

Zur Heiligen Nacht...

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Wir leben in einer verrückten Welt in diesen Tagen und Wochen. In einer Welt, in der es so scheint, als würde alles vor die Hunde gehen. Als wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir es schaffen, uns gegenseitig vollständig zu vernichten, das menschliche Leben auf diesem Planeten unmöglich zu machen. In einer Welt, in der manche Israelis mir sagen, dass "meine" Merkel verrückt sei, so viele "Araber" in Deutschland aufzunehmen und dass Paris nur ein Vorgeschmack sei, auf das was auf Europa noch zukommen wird. Diese Europäer, so sagt man mir, würden schon noch sehen, was es heißt, ständigem Terror ausgesetzt zu sein. In einer Welt, in der manch christlicher Hardliner mit fast zufriedener Überzeugung das baldige Ende voraussagt, aber erst, nachdem alles noch viel schlimmer geworden ist, als das, was wir heute erleben. Einer Welt, in der es so viele Flüchtlinge gibt, wie niemals zuvor, in der dreißig Jahre nach LiveAid immer noch täglich viel zu viele Kinder verhun…

Samstagsfragmente #22

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Heute
waren wir bei Sabba und Savta in Tel Aviv zum Mittagessen und haben bei der Gelegenheit gleich noch ein Chanukkageschenk für das Mädchen abgeholt, das zum Glück, obwohl es sich um ein Buch handelt, gut angenommen wurde.

Zuhause habe ich ein wenig Wäsche gemacht und den Herrn Nilsson durch die Wohnung geschickt.

Die Woche
ging rasant schnell vorbei. So schnell, dass es eigentlich kaum zu fassen ist. Unser Besuch ist am Dienstag zurück nach Deutschland geflogen und die restlichen Tage habe ich kaum mehr richtig wahrgenommen. Erfreulichkeiten 
1. Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bekommen und mit dem Gatten ein bisschen geshoppt.

2. Die Planungen für den 24. Dezember festgezurrt, der dieses Jahr schönerweise ans Wochenende fällt, sodass wir auch ein bisschen was davon haben.

3. Das Mädchen hat eine kleine Reiterprüfung erfolgreich absolviert, Mama ist stolz.

4. Schnee in Jerusalem gesehen (auch wenn es nur welcher aus der Konserve war ;-) )

5. Auf den letzten Drücker, Amazon s…

Samstagsfragmente #21

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Heute
ist ein wunderbarer israelischer Wintertag und da wir ja gerade lieben Besuch von Oma und Opa haben nutzten wir ihn für einen kleinen Ausflug nach Tel Aviv ans Meer. Der stillgelegte Hafen ist bei israelischen Familien und Pärchen ein beliebtes Ziel am Shabbat (ich hatte schon mal einige Fotos gezeigt) und so war natürlich einiges los. Das Mädchen hatte Spaß mit ihren Inlinern während wir in der warmen Sonne flanierten und auf das glitzernde Meer schauten. Einrn Kaffee in die Hand und leckerste Browniekekse vom Chocolatier Max Brenner dazu - mehr brauchte es heute nicht zum Glücklichsein.

Die Woche
war ebenfalls ausgefüllt und schön. Am Dienstag führten wir die Geburtstagsoma zum Frühstück aus und fuhren danach gen Norden nach Sachne, einem Nationalpark mit warmen Thermalwasserbecken zum Schwimmen. Viele Israelis sind sich einig, dass es der schönste Ort in Israel überhaupt ist und ich wollte dort schon immer mal hin, kam bisher aber nie dazu, weil es am Wochenende wohl häufig…

Samstagsfragmente #20

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Heute
ist bei uns der bisher kälteste Tag dieses Winters, und so passt es uns sehr gut in den Kram, dass wir nichts weiter vorhaben und uns gemütlich einkuscheln können. Gestern habe ich mein Federbett aufgerüstet, ein Kirschkernkissen an die kalten Füße gesteckt und mollig warm geschlafen wie ein Stein. (Bevor jetzt einer fragt, wie viel Minusgrade wir denn aktuell haben und sich dann totlacht, wenn ich sage, dass es tagsüber immer noch um die 15+ sind, sei an dieser Stelle noch mal erklärend erwähnt, dass israelische Wohnungen im Winter schrecklich ungemütlich sind, weil die kalten Fliesenböden und die miese bis nicht vorhandene Isolation der Wände und Fenster kein heimeliges Klima zulassen.)

Zum Frühstück hat der Gatte sich ausgetobt und eine authentische Aruchat Boker Israelit mit Omelette aus verschiedenen Käsesorten, Salaten und Brötchen aufgetischt. Dazu natürlich Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen, da braucht man dann erstmal stundenlang nichts mehr. Jetzt sitze ich mit Lapt…

[Buch] Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944 #LLBC

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Ich melde mich mal tentativ zurück, denn obwohl unser "richtiger" Computer immer noch in Reparatur ist, habe ich jetzt wenigstens ein Übergangsgerät und kann dann vielleicht endlich meine Schreibaktivitäten hier allmählich wieder aufnehmen.

Anfangen werde ich mit dem Novemberbeitrag zur Lesechallenge. Leider habe ich es nicht mehr geschafft, mein Leserlieblingsbuch fertig zu lesen, aber ich kann trotzdem schon einen Eindruck dazu hierlassen. Vorgeschlagen wurde mir Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944 von Sommerwind, und ich muss sagen, dass ich schon ein bisschen schmunzeln musste über diesen etwas kuriosen Lesetipp.


Das Büchlein ist aber ein wirklich charmantes Dokument aus einer Zeit, die wir alle nur zu gut aus den Geschichtsbüchern kennen, aber - zumindest ich - nicht so sehr aus der Perspektive der Alliierten.

Ich finde es besonders vor dem Aspekt interessant, dass damals gemeinhin angenommen wurde, das deutsche Volk sei im Kern aggressiv und kriegerisc…