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Es werden Posts vom Oktober, 2015 angezeigt.

12tel Blick Oktober

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Als ich Anfang der Woche (am ersten Tag des großen Regens) auf meinen Hügel stieg, um das Foto des Monats zu machen, sah es dort zu meiner Ernüchterung leider noch fast exakt genau so aus, wie im September und August. 
Also nahm ich mir vor, es zum Wochenende hin noch einmal zu versuchen. Eine gute Entscheidung, denn die paar Tage Regen haben gereicht, die Natur dort aufzuwecken: Es grünt und sprießt allerorten und aus "Ich gehe mal eben mein Monatsfoto machen, bin gleich wieder da!" wurde eine große Runde um den Hügel, sehr zur Begeisterung des Hundedings. Was gab es zu schnüffeln und zu entdecken! Schmetterlinge, Libellen, Bienen, die ersten Blüten... 
Hach. 






Alle Blicke könnt ihr hier ansehen.

// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //





Winterzeit - Winterschlaf

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Seit am Sonntag die Zeit zurückgestellt wurde fühle ich mich, als würde ich mich am liebsten in eine dunkle, warme Höhle verkrümeln und Winterschlaf machen. Es wird so früh dunkel, noch früher als sonst, und mir fehlt jeglicher Antrieb für alles, was über das absolut Notwendige hinaus geht.

Außerdem ist es urplötzlich Winter geworden, mit heftigem Dauerregen und allgemeiner Ungemütlichkeit. Ja, wir wollten den Regen. Natürlich wollten wir ihn, ich ja auch, aber es ist trotzdem immer wieder ein kleiner Schock, wenn er dann auf einmal da ist. So als hätte man ihn plötzlich angestellt. In einigen Städten waren die Regenfälle so stark, dass es innerhalb kürzester Zeit zu meterhohen Überschwemmungen und Stromausfällen kam. In unserer Stadt kommt der Strom aus unterirdisch verlegten Leitungen, denen dieser erste große Herbststurm nichts anhaben konnte, andernorts waren teilweise ganze Stadtteile über mehrere Tage ohne Strom. Weil die israelischen Ablaufsysteme alt und schlecht sind, verwand…

6 Wochen und eine Stunde ...

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... habe ich auf einen Maxibrief aus Deutschland gewartet.

Aufgegeben wurde er am 9. September, am 19. Oktober hatte ich die Abholnachricht im Briefkasten und ging gleich am nächsten Tag zur Filiale, um ihn abzuholen. Dort musste ich eine Nummer ziehen. Es war kurz nach sieben und 58 Personen warteten noch vor mir.

Also nutzte ich die Zeit, um Schuhe für das Mädchen zu kaufen (praktischerweise ist die neue Post im Einkaufszentrum). 
Zurück in der Post waren immer noch fast 30 Personen vor mir und hätte ich dort nicht die Mama einer Schulkameradin getroffen, hätte ich an dieser Stelle wohl aufgegeben, so blieb ich auf ein Schwätzchen. 
Eine gute Dreiviertelstunde später hielt ich meinen Maxibrief endlich in Händen, nicht ohne zuvor mit Gleichgesinnten lautstark die Probleme der Post diskutiert zu haben, die, seit der Israeli das Onlineshopping in Asien entdeckt hat und dort von Rasierklingen bis zum Heimtierbedarf alles bestellt, weil es sooooo billig ist, unter dem zusätzlichen Paketa…

Samstagsfragmente #17

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Samstag
Unser Samstag war ziemlich unspektakulär. Ausschlafen, rumgammeln, ein kleiner Ausflug in die Nachbarstadt, um uns dort ein Stadtviertel anzusehen, das möglicherweise als Option für günstigere Wohnpreise in Frage käme, eine daraus resultierende emotionale Katastrophe, weil das Mädchen sofort in Panik geriet, wir könnten es morgen aus der Schule nehmen, den Freundinnen entreißen und gewaltsam wegverpflanzen. Uff.

Die Woche
Erfreulichkeiten
1. Die erste "lange" Woche nach den vielen Feiertagen ging kurzweilig und schnell vorbei
2. Mal wieder die einzig "richtige" Pride & Prejudice Verfilmung gesehen - mit Colin Firth als Mr. Darcy *schmacht
3. Liebe Freunde getroffen und in Jaffa superlecker bei Abulafia gegessen
4. Einen kleinen Spaziergang in unserem alten Viertel in Tel Aviv gemacht und zu unserer allerersten Wohnung "Hallo" gesagt
5. Schokolade aus Deutschland bekommen


Erlesenes
Snow on the Golden Horn von Walt Breede.

Ein Krimi-Thriller u…

Liebster Award im Doppelpack :)

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Ich habe in letzter Zeit zweimal das gleiche Stöckchen gefangen und gehöre tatsächlich zu der (aussterbenden) Sorte Blogger, die sowas gerne bearbeiten. Eines kam schon vor einiger Zeit von Little B. mit Fragen, für die ich teils weit ausholen musste, das andere - kurz und knackig - von Frau Stadtlandjob aus der Heimat. Danke für's Zuwerfen :)


Hier sind die Fragen und Antworten ...

[Little B.] Wie sehr trennst Du Web und Wirklichkeit? Gar nicht. Ich halte das Web für einen Teil meiner persönlichen Wirklichkeit. Ich habe darüber auch vor einiger Zeit mal recht ausführlich meine Gedanken dargelegt. In meiner Welt sind die zwischenmenschlichen Kontakte im Netz schon längst nicht mehr von denen im "Real Life" zu trennen. Viele davon sind über die Jahre "echte" Beziehungen geworden, meine beste Freundin hier in Israel habe ich vor 8 Jahren in einem deutschen Elternforum kennengelernt. Schwieriger finde ich es, die Balance zwischen dem Leben 0.1 und dem Leben 0.2 zu f…

und wenn ich weine, weine ich um uns alle

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mehr habe ich zur Zeit nicht zu sagen.. :´(






Textauszüge:

Your eyes say A day will come and all fear will disappearIn your eyes a determinationThat there is a possibilityTo carry on the wayAs long as it may take
For there is no single address for sorrowI call out to the plains
To the stubborn heavens 
There must be another wayAnd when I cry, I cry for both of usMy pain has no nameAnd when I cry, I cryTo the merciless sky and sayThere must be another way

und ein bisschen mehr über die beiden Frauen ist hier.



Samstagsfragmente #16 - Kunst!

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Samstag
Gestern war ich zu einer Vernissage im Norden Israels. Die Tourneeausstellung moderner deutscher Kunst seit 1949 "Weltreise" des IfA wird hier im Land für mehrere Monate gastieren und in zwei Teilen zeitgleich im Kunstmuseum des Kibbutz Ein Harod und in der Kunstgalerie der arabischen Stadt Umm el-Fahem ausgestellt. Beide Standorte sind auf ihre Weise bedeutungsvoll: Das Kunstmuseum in Ein Harod wurde 1948 mitten im Unabhängigkeitskrieg gegründet und ist damit eines der ältesten Museen in Israel.

Die Kunstgalerie in Umm el-Fahem besteht seit 20 Jahren und fördert aktiv die arabische und palästinensische Kunstszene. Die Vision, dort in Zukunft das erste arabische Kunstmuseum in Israel zu bauen ist stark, die Baupläne ambitioniert. In der Galerie werden Kunstworkshops für Jugendliche und Kinder angeboten und sie wird regelmäßig von Schulklassen und Kindergärten besucht. Im Obergeschoss hat die jüdische Keramikkünstlerin Rina Peleg ihr Studio und veranstaltet dort auch …

Jordanien - wundersames Nachbarland

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Ich hatte ja schon das eine oder andere Mal erwähnt, wie sehr ich (euch) Europäer darum beneide, dass ihr einfach ins Auto steigen und ganz unkompliziert in eure Nachbarländer reisen könnt. In Israel sind die Grenzen zu unseren beiden Nachbarn im Norden komplett dicht und mit Jordanien und Ägypten gibt es zwar Friedensabkommen, richtig "normal" sind die nachbarstaatlichen Beziehungen aber nicht. Und wir sind leider weit entfernt davon, mal eben über's Wochenende zum Shopping nach Amman zu fahren oder zum Badeurlaub nach Sharm El-Sheikh. So war ich, als sich mir die Chance bot für ein paar Tage nach Jordanien zu reisen, ziemlich gespannt.

Da der Landweg über einen der drei Grenzübergänge schwierig und langwierig ist, mache ich die Reise über den Jordan mit Royal Jordanian - reine Flugzeit 25 Minuten. Mit mir sitzen nur eine Handvoll Passagiere im Flieger, es fühlt sich surreal an. Erst geht es über urbanes Gebiet Richtung Jerusalem und dann sehe ich plötzlich nur noch un…

12tel Blick September.... (immer noch kein Regen)

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Mehr gibt es dazu eigentlich gar nicht zu sagen.

Es ist immer noch ziemlich warm hier, es hat immer noch nicht geregnet, und die Landschaft ist immer noch dürr und trist.

Aber die Dattelpalme hängt voll dicker roter Früchte. Wie die das wohl macht? Das finde ich ja schon fast wieder faszinierend...





Alle Blicke könnt ihr hier ansehen.

// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //