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Es werden Posts vom Dezember, 2013 angezeigt.

Tschüß 2013

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2013 war für mich ein rasend schnelles Jahr.
Es scheint erst gestern gewesen zu sein, dass wir in Eilat den Übergang von 2012 auf 2013 gefeiert haben.

Mein unsortierter Rückblick:


2013...

... bin ich zum zweiten Mal Tante geworden. Gerade noch am 3. April wurde meine neue Nichte mit dem schönen israelischen Zweitnamen in Deutschland geboren. Darüber haben wir uns natürlich alle sehr, sehr gefreut.

... durfte ich zum ersten Mal für das israelische Parlament wählen

... wurde mein Herzenskind eingeschult. "Kita Aleph" in Israel ist ein großer Einschnitt und ziemlich stressig. Wir halten aber tapfer den Kopf über Wasser.

... mussten wir umziehen. Was in der Vorbereitungsphase wie ein riesiger unbezwingbarer Berg schien, ging letztlich erstaunlich reibungslos vonstatten. Kleiner ist die Wohnung, aber sie hat Charme.

... waren wir in Berlin, was uns ziemlich überwältigt hat an Eindrücken. Müssen wir unbedingt irgendwann wiederholen (und dann mehr Zeit einplanen).

... gab es i…

A toast to worldwide web friends

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Man kann über das Internet und die daraus resultierende Veränderung unseres sozialen Lebens (2013 habe ich genau einen Brief mit Umschlag und Marke verschickt) vieles sagen. Sicherlich auch viel negatives. Von oberflächlichen Kontakten, "Freunde"-Sammlern auf Facebook, vereinsamten Teenagern, die sich im Netz die Anerkennung suchen, die sie im wahren Leben vermissen, Eltern, die die Privatsphäre ihrer Kinder nicht schützen - bewusst oder unbewusst - und so weiter und so weiter. Von den ganz dunklen kriminellen Ecken des weltweiten Netzes will ich gar nicht reden, davon werde ich schwermütig und das soll hier ein positiver Beitrag werden.

Ein dankbarer Gruß an meine vielen Freunde im weltweiten Web. Ohne sie wäre mein Alltag ziemlich grau und öde. In meiner Welt sind die zwischenmenschlichen Kontakte im Netz nämlich schon längst nicht mehr von denen im "Real Life" zu trennen. Viele davon sind über die Jahre "echte" Beziehungen geworden, meine beste Freundi…

Wir machen jetzt in Papierschmuck.....

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Es gibt praktische Geschenke, Herzenswunschgeschenke, Überraschungsgeschenke, Spaßgeschenke, leicht verfehlte Geschenke und angekündigte Geschenke. (Dieses Jahr war von allem etwas dabei - Danke dafür!)

Und dann gibt es noch die absolut unerwarteten Kindergeschenke, die so faszinierend sind, dass das Kind sich mit Mama streiten muss, wer zuerst damit spielen darf. Die Papierperlenrecyclemaschine von 4M ist so ein Geschenk.

Ein ganz simpler Mechanismus mit Kurbel wandelt Altpapier in Fädelperlen um. Zeitungen, Magazine, Weihnachtsgeschenkpapier - alles geht.  Und wenn man einen mittelgroßen Vorrat an Perlen hergestellt hat (dazu braucht es zugegebenermaßen etwas Geduld...), entstehen originelle Schmuckstücke, die sogar ich tragen kann. Finde ich jedenfalls.

Liebe Schwester, das war ein Volltreffer :) 








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Weihnachten.

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Es ist wieder soweit. Der vielleicht seltsamste Tag im israelischen Kalender ist heute. Jedenfalls für mich. Während in den letzten Wochen allerorten in sozialen Netzwerken, Blogs und Foren praktisch von nichts anderem als Weihnachten die Rede ist, ist am 24. Dezember davon in Israel nämlich gar nichts zu spüren. Hier und hier hatte ich das schon mal ausführlich erläutert. Da wir, und vor allem das Mädchen, von der lieben Verwandtschaft in der Ferne Geschenke bekommen haben, werden wir trotzdem feiern. Klein aber fein mit einer befreundeten Familie. Ob mit Baum oder ohne ist dabei gar nicht so wichtig, Hauptsache man macht nicht nichts. Das fände ich nämlich doch schade, schließlich gehört Weihnachten schon sehr untrennbar zu meiner Kultur.

Euch, lieben Lesern, wünsche ich an dieser Stelle ein wunderbares Fest und friedliche Feiertage.

Ein paar Webfragmente habe ich noch für euch:

Eylon-Aslan Levy mit einem - für mich - überraschenden Kommentar über die Entscheidung der Knesset, kein…

Schienenersatzverkehr

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Der Wintersturm letzte Woche zieht einen unschönen und lästigen Rattenschwanz nach sich.  Da durch den  Regen (und angeblich gestohlene Kabel einer Signalanlage, wer bitte stiehlt sowas??!?) irgendwo zwischen Tel Aviv und Flughafen ein Streckenabschnitt flach liegt,  funktioniert der Zugverkehr nur sehr eingeschränkt. Für mich, die ich in der "besten Stadt" zwar arbeiten, aber leider, leider nicht wohnen darf, gibt es Shuttlebusse. Eigentlich keine schlechte Sache, aber etwas schlecht planbar. Nach Fahrplan fahren die nämlich nur in der Theorie. In der Realität sieht es so aus, dass der Bus fährt, wenn er voll ist. Mal hat man Glück und er ist fast voll, wenn man zusteigt,  mal muss man länger warten, weil man gerade einen verpasst hat. Und die Reparatur des Streckenabschnitts soll wohl noch rund einen Monat dauern, da fragt man sich doch....  Aber ich will ja nicht meckern. Nach allem, was ich über die deutsche Bahn weiß,  haben wir es hier noch ganz gut getroffen.

Ivrit-Lesechallenge 2014

Seit 11 Jahren lebe ich in diesem Land. Inzwischen werde ich immer öfter für eine gebürtige Israelin gehalten, was wohl in erster Linie meinem Sprachtalent zu verdanken ist. Soll nicht angeberisch klingen, ist einfach so. Ein Geschenk. Neu-Hebräisch, "Ivrit" zu sprechen fällt mir schon lange nicht mehr viel schwerer als atmen, ich drücke mich auch im komplizierten Gespräch weitgehend fehlerfrei aus, ein Akzent, und insbesondere ein deutscher Akzent, ist nur noch selten hörbar (außer wenn ich wirklich sehr nervös bin), und mein Wortschatz sei, so hörte ich erst kürzlich wieder, erstaunlich. Umso mehr fuchst es mich, dass es mir nach wie vor so schwer fällt, hebräische Literatur im Original zu lesen. Nicht, weil ich gar nicht lesen kann, sondern weil mich die hebräische Bleiwüste erschlägt und ich mich so mühsam durch jede Seite quälen muss. Ein weiser Bekannter, der von diesem Frust Wind bekommen hatte, gab mir den Tipp, täglich die Zeitung zu lesen. Sogar die miese Gratiszei…

Winter, Winter !

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Der israelische Winter ist sehr abwechslungsreich. Das liegt meteorologisch gesehen daran, dass Israel auf einer lächerlichen Fläche von nur rund 21.000 Quadratkilometern gleich mehrere Klimazonen hat. Im Kernland gemäßigtes Mittelmeerklima, im Süden die Wüste, im hohen Norden ein Skigebiet, alles theoretisch innerhalb eines Tages bereisbar.

Wirklich kalt wird es im Zentrum des Landes auch im tiefsten Winter nicht, zu Minusgraden kommt es höchst selten. Das Gegenteil ist der Fall - erst vor einer guten Woche kratzten die Temperaturen noch an der 30-Gradmarke. Richtig kalt erwischt hat uns daher Alexa, ein eisiger Wintersturm, der die letzten Tage über ganz Israel gefegt ist. Mit heftigen Regenfällen und eisiger Kälte fing es am Mittwoch an, über Nacht begann es in Jerusalem zu schneien. In einer Stadt, in der die Temperaturen auch im Winter nur ab und zu in den einstelligen Bereich rücken, Autos und Busse ganzjährig mit Sommerreifen unterwegs sind und die allermeisten Wohnungen allen…

Die letzten 12 von 12 des Jahres

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Der 12. Dezember neigt sich dem Ende. Es ist der letzte Monatszwölfte in diesem Jahr, und ich finde es wirklich unglaublich, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Es war bisher aber ein ziemlich gutes Jahr, muss ich sagen. Bisher.

Hier meine 12 Bilder von einem sehr winterlichen Tag:

#1 - #4 Alle unsere Morgende beginnen dieser Tage mit dem Öffnen der Adventskalender. Das Kleinchen hat einen von Playmobil mit Prinzessinnen (nein, dem kann man sich in diesem Alter wirklich nicht entziehen), der Gatte einen von Ritter Sport, und ich hatte dieses Jahr gar keinen. Bis... ja, bis ich gestern ein Überraschungspäckchen von einer lieben Grundschulfreundin bekam. Inhalt: Ein Krimiadventskalender von Nicola Förg. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mich das gefreut hat. *schnüff*


#5 - #8 Das Wetter ist heute sehr unwirtlich. Wie meistens an solchen Tagen, die in Israel wirklich selten sind, sind Straßen und Gehsteige überschwemmt und ich frage mich zum x-ten Mal seit ich hier vor 11 Jahren g…

Mal wieder: 10% Rabatt auf einen Kindle zu verschenken

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Amazon kurbelt das Weihnachtsgeschäft im Kindle-Segment an und hat mir daher heute einen 10%-Rabattgutschein für Kindle zukommen lassen. 

Der Gutschein ist einlösbar beim Kauf eines Kindle, Kindle Paperwhite oder eines Kindle Fire und gilt bis zum 30. April 2014.

Mag jemand?

Dann bitte ich bis Montagabend um einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel. Sollten mehrere interessiert sein, werde ich den Gutschein verlosen.

Warum ihr einen Kindle braucht?  Die Frage müsst ihr euch schon selber beantworten, ich will meinen jedenfalls nicht mehr missen.

Eingestiegen bin ich 2011 mit dem Kindle Keyboard, Weihnachten 2012 wünschte ich mir den Paperwhite, den ich ebenfalls heiß und innig liebe. Zum Lesen sind beide einwandfrei.

Die Fire-Tablets kenne ich nicht, würde aber tendenziell davon abraten, wenn das Gerät hauptsächlich zum Lesen genutzt werden soll. Ein hintergrundbeleuchtetes Display blendet doch stark und ermüdet die Augen.






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Tagebuchbloggen am 5. Dezember

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Mein Tag beginnt in aller Frühe mit Regen im Kinderzimmer. Eigentlich hatte ich den Fensterflügel nur einen winzigen Spalt offen gelassen (als ich zu Bett ging, war kein Regen in Sicht), um 5:00 stand dieses weit offen und der Wind trieb Regen- und Gischt ins Zimmer. Ich also beherzt zum Handtuch gegriffen und alles trocken gewischt, bevor ich mich wieder unter der warmen Bettdecke verkriechen konnte. Das Einschlafen fiel mir nach dieser ungemütlichen Episode nicht ganz leicht. Das Kind hingegen (natürlich in meinem Bett) verschlief das Drama. Um 6:15 reißt mich der Wecker schon wieder raus. Ich snooze noch zweimal bevor ich mich um 6:35 ziemlich gerädert aus dem Bett quäle. Danach schnell das Kind fertig gemacht und auf den Weg gebracht. Praktischerweise ist es draußen gerade regenfrei. Auf dem Weg zum Bahnhof friere ich aber. Es scheint fast, als sei der israelische Winter tatsächlich zu Besuch gekommen. Im Zug lese ich "Ein ganzes halbes Jahr" weiter. Erst gestern angefa…

Am 5. Abend von Chanukka -

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- habe ich es doch tatsächlich geschafft eine "Chanukkia" für uns zu kaufen. Das klingt ganz schön peinlich, aber ich muss dazu sagen, dass wir _eigentlich_ zig dieser neunarmigen Leuchter besitzen, auf denen während der Chanukka-Woche nach und nach immer mehr Kerzen entzündet werden. Eigentlich. Denn das Kind hat seit frühester Kindergartenzeit jedes Jahr mindestens eine neue gebastelt, zusätzlich zu diversen gekauften, nur kann ich sie nicht finden. Nach unserem Umzug im Juli habe ich lange keinen Gedanken daran verschwendet, und als es letzte Woche Zeit für die erste Kerze wurde, ging die hektische Sucherei los - bislang leider ergebnislos. (Der Gatte meinte zwar, es könne sein, dass er sie beim Umzug entsorgt hätte, aber irgendwie glaube ich daran nicht so ganz. Beziehungsweise ich will es nicht glauben.)

Nun muss man wissen, dass das Chanukkakerzenanzünden für Kinder eines der wichtigsten Ereignisse im jüdischen Jahreskreis ist. Man kann den Brauch unmöglich ignorieren…