Dienstag, 31. Dezember 2013

Tschüß 2013



2013 war für mich ein rasend schnelles Jahr.
Es scheint erst gestern gewesen zu sein, dass wir in Eilat den Übergang von 2012 auf 2013 gefeiert haben.

Mein unsortierter Rückblick:


2013...

... bin ich zum zweiten Mal Tante geworden. Gerade noch am 3. April wurde meine neue Nichte mit dem schönen israelischen Zweitnamen in Deutschland geboren. Darüber haben wir uns natürlich alle sehr, sehr gefreut.

... durfte ich zum ersten Mal für das israelische Parlament wählen

... wurde mein Herzenskind eingeschult. "Kita Aleph" in Israel ist ein großer Einschnitt und ziemlich stressig. Wir halten aber tapfer den Kopf über Wasser.

... mussten wir umziehen. Was in der Vorbereitungsphase wie ein riesiger unbezwingbarer Berg schien, ging letztlich erstaunlich reibungslos vonstatten. Kleiner ist die Wohnung, aber sie hat Charme.

... waren wir in Berlin, was uns ziemlich überwältigt hat an Eindrücken. Müssen wir unbedingt irgendwann wiederholen (und dann mehr Zeit einplanen).

... gab es in Jerusalem zweimal Schneechaos. Im Januar und im Dezember.

... war ich zum ersten Mal in Jerusalem auf der internationalen Buchmesse.

... habe ich ganz unbemerkt den Silberstatus in meinem Sportclub erreicht. Nach den Anfangsschwierigkeiten im Herbst letzten Jahres, habe ich inzwischen eine recht regelmäßige Routine aus Schwimmen,  Zumba und Feldenkrais entwickelt, die mir gut tut.

... war ich einige Male im Kino. Der Film mit der stärksten Nachwirkung war eindeutig Bethlehem, dicht gefolgt von Catching Fire (Panem 2). Eher enttäuscht hat mich der zweite Hobbit. 

... habe ich 99.5 Bücher gelesen. Das sind 20 mehr als 2012 und laut Goodreads.com über 30.000 Buchseiten. Besonders berührt haben mich Tschick , Ein ganzes halbes Jahr, The Casual VacancyRunning the Rift und die drei letzten Romane von Ursula Poznanski. Der dickste Wälzer war mein Lieblingsbuch Scarlett von Alexandra Ripley mit etwa 800 Seiten.

... haben wir mit lieben Freunden eine zauberhafte Nacht in der Wüste verbracht.

... war ich dreimal im Ausland. Das reicht aber auch.

... bin ich wieder auf das Fahrrad als Transportmittel umgestiegen. Jedenfalls zum und vom Bahnhof. Grob hochgerechnet habe ich etwa 350 Stunden mit pendeln verbracht.

... habe ich wieder mehr Bücher auf dem Kindle gehortet, als ich lesen konnte. 

... wäre ich fast zum ersten Mal überhaupt auf den Hermon zum Skifahren gegangen. Fast. Letztlich schmolz mir der Schnee vor der Nase weg.

... habe ich am Welttag des Buches Lesefreude geschenkt.

... haben wir unseren 10. Hochzeitstag im Europapark gefeiert.

... sind zwei Haustiere von uns gegangen.

... konnte ich einige Freundschaften neu beleben.

... habe ich viel zu viel Zeit mit Online-Spielen verbracht.

... war ich nicht sehr kreativ. DIY ist nicht wirklich mein Metier. Aber ich habe einen Kindergeburtstag ausgerichtet!  Und eine Schultüte gebastelt. Ach, und vielleicht darf ich auch die Papierperlenketten erwähnen, für die ich mich seit kurzem begeistere?

... wurden meine Fragmente von mehr als doppelt so vielen Besuchern gelesen wie 2012 (ja, das finde ich schon ziemlich cool.). Nach wie vor bekommen die monatlichen 12-von-12 regelmäßig die meisten Zugriffe. Aber auch mein israelischer Alltagswahnsinn kommt immer gut an. 


Danke, dass ihr mich lest und bis im neuen Jahr!





Sonntag, 29. Dezember 2013

A toast to worldwide web friends

Man kann über das Internet und die daraus resultierende Veränderung unseres sozialen Lebens (2013 habe ich genau einen Brief mit Umschlag und Marke verschickt) vieles sagen. Sicherlich auch viel negatives. Von oberflächlichen Kontakten, "Freunde"-Sammlern auf Facebook, vereinsamten Teenagern, die sich im Netz die Anerkennung suchen, die sie im wahren Leben vermissen, Eltern, die die Privatsphäre ihrer Kinder nicht schützen - bewusst oder unbewusst - und so weiter und so weiter. Von den ganz dunklen kriminellen Ecken des weltweiten Netzes will ich gar nicht reden, davon werde ich schwermütig und das soll hier ein positiver Beitrag werden.

Ein dankbarer Gruß an meine vielen Freunde im weltweiten Web. Ohne sie wäre mein Alltag ziemlich grau und öde. In meiner Welt sind die zwischenmenschlichen Kontakte im Netz nämlich schon längst nicht mehr von denen im "Real Life" zu trennen. Viele davon sind über die Jahre "echte" Beziehungen geworden, meine beste Freundin hier in Israel habe ich in einem deutschen Elternforum kennengelernt, vor über 6 Jahren.

Dort pflege ich noch weitere Beziehungen, manche sind mir so vertraut, als würde ich sie seit der Kindheit kennen, dabei habe ich sie noch nie "live" kennengelernt. Viele kenne ich inzwischen über verschiedene Plattformen, so entsteht über die Jahre ein recht umfassendes Bild einer Person. Und Freundschaften, ja tatsächlich Freundschaften, die ich nicht missen möchte und die ich auch nicht als zweitklassig betrachte, nur weil ich sie hauptsächlich oder ausschließlich online pflege. Einige habe ich über die Jahre auch "in echt" getroffen und in den allermeisten Fällen bestätigte sich dabei das Puzzle in meinem Kopf. Mit kleinen Abweichungen, keiner ist völlig transparent im Netz, keiner zeigt alles von sich. Wir haben uns schon Geschenke gemacht, schwere Zeiten durchgestanden, zusammen gelästert, gemeinsam gelacht - eben alles, was "echte" Freunde tun. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir uns selten(st) offline treffen.

Natürlich gibt es auch Freunde, die ich von früher oder nur flüchtig kenne, und mit denen ich über das Netz trotzdem in Verbindung bleibe. Eine entfernte Bekannte hat letztes Jahr einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Obwohl ich sie seit Jahren nur auf Facebook "sehe", wollte ich ihr mein Mitgefühl ausdrücken und schrieb in die persönliche Nachricht auch, dass ich hoffe, dass ich ihr damit nicht zu nahe trete, weil unser Kontakt fast nur virtuell existiert. Sie schrieb zurück:
Ich habe dich durch Facebook kennengelernt. Seltsam, aber wahr. Wir denken oft ähnlich, wir lesen die gleichen Artikel und lieben Bücher.
Überhaupt ist Anteilnahme ein ganz wunderbares Produkt der modernen weltweiten Vernetzung. Ich habe spontan organisierte Hilfsaktionen in Foren und auf Blogs gesehen, über die ich nur staunen konnte. Ich selbst weiß, dass ich mich in Zeiten, in denen es mir dreckig geht, an meine Freunde im Netz wenden und Zuspruch oder auch handfeste Unterstützung bekommen kann, wenn es sein muss.

Andere Online-Bekanntschaften kenne ich eigentlich gar nicht. Die paar Dutzend Follower meines nur unzulänglich gefütterten Twitter-Accounts zum Beispiel. Oder einige Bloggernachbarn, die regelmäßig vorbeischauen. Dennoch gibt es auch da den einen oder anderen, zu denen ich eine Verbindung habe, die ich nicht mehr anonym nennen kann. Weil es offensichtlich Gemeinsamkeiten gibt, und weil ich untrüglich spüre, dass wir uns auch über einem Bier oder beim Kaffee gut unterhalten würden.

Und dann ist da auch der ganz praktische Aspekt: Ich weiß, dass ich für jede Frage und jedes Problem im Netz zum Teil ganz persönliche Antworten finden werde. Nie war es so einfach wie heute, Gleichgesinnte zu finden, und sei man auch noch so ein schräger Vogel im "normalen" Umfeld. Ohne das Internet wäre ich nicht die Mutter geworden, die ich heute bin. Ohne das Internet hätte ich wahrscheinlich nie gelernt, wie man ohne Knorr- und Maggi-Fix kochen kann, womöglich noch mit unzerlegten Hühnern! Ohne das Internet würde ich mich mit all meinen schrägen Ansichten wahrscheinlich ziemlich unnormal fühlen, dank der riesigen Netzgemeinschaft weiß ich: Ich bin nicht als einzige durchgeknallt. Oder, um es mit C.S. Lewis zu sagen:


Eine Freundschaft wird in dem Moment geboren in dem eine Person zur anderen sagt: "Was, du auch? Ich dachte, dass nur ich .... "



In diesem Sinne:

D A N K E  
liebe Freunde!

Möge 2014 ein gutes Jahr für euch werden. Wir sehen uns.






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Freitag, 27. Dezember 2013

Wir machen jetzt in Papierschmuck.....

Es gibt praktische Geschenke, Herzenswunschgeschenke, Überraschungsgeschenke, Spaßgeschenke, leicht verfehlte Geschenke und angekündigte Geschenke. (Dieses Jahr war von allem etwas dabei - Danke dafür!)

Und dann gibt es noch die absolut unerwarteten Kindergeschenke, die so faszinierend sind, dass das Kind sich mit Mama streiten muss, wer zuerst damit spielen darf. Die Papierperlenrecyclemaschine von 4M ist so ein Geschenk.

Ein ganz simpler Mechanismus mit Kurbel wandelt Altpapier in Fädelperlen um. Zeitungen, Magazine, Weihnachtsgeschenkpapier - alles geht.  Und wenn man einen mittelgroßen Vorrat an Perlen hergestellt hat (dazu braucht es zugegebenermaßen etwas Geduld...), entstehen originelle Schmuckstücke, die sogar ich tragen kann. Finde ich jedenfalls.

Liebe Schwester, das war ein Volltreffer :) 






Bild: 4M Industrial



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Dienstag, 24. Dezember 2013

Weihnachten.


Es ist wieder soweit. Der vielleicht seltsamste Tag im israelischen Kalender ist heute. Jedenfalls für mich. Während in den letzten Wochen allerorten in sozialen Netzwerken, Blogs und Foren praktisch von nichts anderem als Weihnachten die Rede ist, ist am 24. Dezember davon in Israel nämlich gar nichts zu spüren. Hier und hier hatte ich das schon mal ausführlich erläutert. Da wir, und vor allem das Mädchen, von der lieben Verwandtschaft in der Ferne Geschenke bekommen haben, werden wir trotzdem feiern. Klein aber fein mit einer befreundeten Familie. Ob mit Baum oder ohne ist dabei gar nicht so wichtig, Hauptsache man macht nicht nichts. Das fände ich nämlich doch schade, schließlich gehört Weihnachten schon sehr untrennbar zu meiner Kultur.

Euch, lieben Lesern, wünsche ich an dieser Stelle ein wunderbares Fest und friedliche Feiertage.

Ein paar Webfragmente habe ich noch für euch:

Eylon-Aslan Levy mit einem - für mich - überraschenden Kommentar über die Entscheidung der Knesset, keinen Weihnachtsbaum aufzustellen: The Knesset's very un-Christian snub (Englisch)

Wie man eine deutsche Weihnacht feiert in 10 einfachen Schritten:
German Christmas in 10 easy steps (Englisch)

Flashmob vom Manger Square in Bethlehem: Video

Eine weihnachtliche Version von Leonard Cohen's Klassiker "Hallelujah": Video

Und die wunderbare Florence and the Machine mit einer ganz eigenen Version von "Last Christmas":




Habt's nett :)

 


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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Schienenersatzverkehr

Der Wintersturm letzte Woche zieht einen unschönen und lästigen Rattenschwanz nach sich. 
Da durch den  Regen (und angeblich gestohlene Kabel einer Signalanlage, wer bitte stiehlt sowas??!?) irgendwo zwischen Tel Aviv und Flughafen ein Streckenabschnitt flach liegt,  funktioniert der Zugverkehr nur sehr eingeschränkt. Für mich, die ich in der "besten Stadt" zwar arbeiten, aber leider, leider nicht wohnen darf, gibt es Shuttlebusse. Eigentlich keine schlechte Sache, aber etwas schlecht planbar. Nach Fahrplan fahren die nämlich nur in der Theorie. In der Realität sieht es so aus, dass der Bus fährt, wenn er voll ist. Mal hat man Glück und er ist fast voll, wenn man zusteigt,  mal muss man länger warten, weil man gerade einen verpasst hat. Und die Reparatur des Streckenabschnitts soll wohl noch rund einen Monat dauern, da fragt man sich doch.... 
Aber ich will ja nicht meckern. Nach allem, was ich über die deutsche Bahn weiß,  haben wir es hier noch ganz gut getroffen.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Ivrit-Lesechallenge 2014

Seit 11 Jahren lebe ich in diesem Land. Inzwischen werde ich immer öfter für eine gebürtige Israelin gehalten, was wohl in erster Linie meinem Sprachtalent zu verdanken ist. Soll nicht angeberisch klingen, ist einfach so. Ein Geschenk. Neu-Hebräisch, "Ivrit" zu sprechen fällt mir schon lange nicht mehr viel schwerer als atmen, ich drücke mich auch im komplizierten Gespräch weitgehend fehlerfrei aus, ein Akzent, und insbesondere ein deutscher Akzent, ist nur noch selten hörbar (außer wenn ich wirklich sehr nervös bin), und mein Wortschatz sei, so hörte ich erst kürzlich wieder, erstaunlich.

Umso mehr fuchst es mich, dass es mir nach wie vor so schwer fällt, hebräische Literatur im Original zu lesen. Nicht, weil ich gar nicht lesen kann, sondern weil mich die hebräische Bleiwüste erschlägt und ich mich so mühsam durch jede Seite quälen muss.

Ein weiser Bekannter, der von diesem Frust Wind bekommen hatte, gab mir den Tipp, täglich die Zeitung zu lesen. Sogar die miese Gratiszeitung, die man am Bahnhof aufgedrängt bekommt, sei erstmal ok, so lange ich täglich mindestens eine Viertelstunde damit verbrächte. Mit der Zeit könne ich dann zu Haaretz aufsteigen und nach etwa einem halben Jahr auch mit Büchern anfangen, das sei alles eine Frage der Übung. 

Tja. Das riecht nach einer Challenge, würde ich sagen. Ich glaube, ich werde sie annehmen.

Das hohe Ziel:

Die großen israelischen Autoren lesen und es genießen.



Sonntag, 15. Dezember 2013

Winter, Winter !

Der israelische Winter ist sehr abwechslungsreich. Das liegt meteorologisch gesehen daran, dass Israel auf einer lächerlichen Fläche von nur rund 21.000 Quadratkilometern gleich mehrere Klimazonen hat. Im Kernland gemäßigtes Mittelmeerklima, im Süden die Wüste, im hohen Norden ein Skigebiet, alles theoretisch innerhalb eines Tages bereisbar.

Wirklich kalt wird es im Zentrum des Landes auch im tiefsten Winter nicht, zu Minusgraden kommt es höchst selten. Das Gegenteil ist der Fall - erst vor einer guten Woche kratzten die Temperaturen noch an der 30-Gradmarke. Richtig kalt erwischt hat uns daher Alexa, ein eisiger Wintersturm, der die letzten Tage über ganz Israel gefegt ist. Mit heftigen Regenfällen und eisiger Kälte fing es am Mittwoch an, über Nacht begann es in Jerusalem zu schneien. In einer Stadt, in der die Temperaturen auch im Winter nur ab und zu in den einstelligen Bereich rücken, Autos und Busse ganzjährig mit Sommerreifen unterwegs sind und die allermeisten Wohnungen allenfalls mit elektrischen Klimaanlagen oder Heizlüftern ausgestattet sind, trat der Ausnahmezustand ein: Bereits am Donnerstag wurden sämtliche Straßen in die Hauptstadt gesperrt. Dutzende Fahrzeuge blieben auf dem Weg dorthin stecken und mussten von Einsatzkräften evakuiert werden. In vielen Gegenden fiel der Strom aus, die Schulen wurden geschlossen, der gesamte Verkehr kam zum Erliegen. Und es schneite immer noch munter weiter. Wie ernst die Lage tatsächlich war zeigte sich am gestrigen Samstag: Die israelische Eisenbahn, die eigentlich zur strengen Shabbatruhe verpflichtet ist, erhielt eine Sondergenehmigung, im Laufe des Shabbats Züge von Jerusalem nach Tel Aviv einzusetzen, um gestrandeten Nicht-Jerusalemern zu helfen, die - immer noch - abgesperrte Stadt zu verlassen.

Meine Schwägerin hatte die an sich sehr originelle Idee, mit der Familie über's Wochenende auf die Golanhöhen zu fahren. Dort schneiten sie ein und teilten gestern Morgen verzweifelt mit, dass sie nicht einmal wissen, wie sie das Auto frei kriegen sollen, von den Straßenverhältnissen ganz zu schweigen. Das Winterwunderland, das sie sich ausgemalt hatten, wurde urplötzlich zu einem grauen, kalten Alptraum mit Schneemassen, wie ich sie nur aus manchen Skiurlauben meiner Kindheit in den Alpen kenne.

Und bei uns? Regen, ergiebiger Regen. Am Freitag Nachmittag besuchten wir Freunde in den Hügeln, die bereits seit dem frühen Morgen stundenlang ohne Strom in ihrem Häuschen saßen. Mit wundervoller Aussicht über schneebedeckte Hügel Richtung Jerusalem zwar, aber trotzdem ungemütlich. Der Gasherd funktionierte zum Glück, sodass sie uns "Glög", sehr leckeren schwedischen Glühwein, servieren konnten. Versteckspielen im düsteren Haus hatte zwar kurzzeitig einen gewissen Reiz, dennoch waren wir irgendwann froh, wieder zurück in die Stadt fahren zu können. Dort hatte sich der Regen in der Zwischenzeit in eine Art Nassschnee verwandelt. Zum ersten Mal seit den späten 90er Jahren. Ich muss darauf bestehen, dass es Schnee war und nicht verregneter Hagel, wie manche behaupten, aber letzlich ist es ja auch nicht so wichtig. Die Hauptsache ist schließlich, dass das Mädchen einen Schneeball in den Gefrierschrank retten konnte.


Impressionen:

Verschneite judäische Hügel
unser Mädchen im Schneematschglück Freitag
unsere Stadt am Freitagnachmittag
Jerusalem, Blick auf die Altstadt (Bild: Drorit Zilberberg)

Jerusalem (Bild: Drorit Zilberberg) 


Und hier noch ein sensationelles Video aus der Jerusalemer Straßenbahn vom Donnerstag:





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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Die letzten 12 von 12 des Jahres

Der 12. Dezember neigt sich dem Ende. Es ist der letzte Monatszwölfte in diesem Jahr, und ich finde es wirklich unglaublich, wie schnell dieses Jahr vergangen ist. Es war bisher aber ein ziemlich gutes Jahr, muss ich sagen. Bisher.

Hier meine 12 Bilder von einem sehr winterlichen Tag:

#1 - #4 Alle unsere Morgende beginnen dieser Tage mit dem Öffnen der Adventskalender. Das Kleinchen hat einen von Playmobil mit Prinzessinnen (nein, dem kann man sich in diesem Alter wirklich nicht entziehen), der Gatte einen von Ritter Sport, und ich hatte dieses Jahr gar keinen. Bis... ja, bis ich gestern ein Überraschungspäckchen von einer lieben Grundschulfreundin bekam. Inhalt: Ein Krimiadventskalender von Nicola Förg. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mich das gefreut hat. *schnüff*


#5 - #8 Das Wetter ist heute sehr unwirtlich. Wie meistens an solchen Tagen, die in Israel wirklich selten sind, sind Straßen und Gehsteige überschwemmt und ich frage mich zum x-ten Mal seit ich hier vor 11 Jahren gelandet bin, warum ich mir auch dieses Jahr wieder keine Gummistiefel gekauft habe. Schön blöd.


#9 und #10- In Tel Aviv sind es am Vormittag 7 Grad. Und in Jerusalem schneit es dichte Flocken seit den frühen Morgenstunden. Die beiden Autobahnen in die heilige Stadt sind gesperrt, die Kinder haben schulfrei und meine Kollegin kommt nicht aus ihrem Dorf. Zu schlecht befahrbar die Straßen (Israelis kennen keine Winterreifen) , zu groß die Gefahr, dass ein Baum unter den Schneemassen umkippt.


#11 und #12 - Außerdem brennt die zweite Adventskerze und zuhause wartet ein neues Buch auf mich. Schön, dass morgen das Wochenende beginnt und man sich einigeln kann.


Jetzt höre ich Weihnachtsradio (hier ist meine Quelle dafür) und dann verkrümele ich mich unter die warme Decke. Vorher schaue ich aber noch schnell durch die Fotosammlung des heutigen Tages bei Frau Kännchen.

Weiterhin einen schönen Advent :)






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Samstag, 7. Dezember 2013

Mal wieder: 10% Rabatt auf einen Kindle zu verschenken

Amazon kurbelt das Weihnachtsgeschäft im Kindle-Segment an und hat mir daher heute einen 10%-Rabattgutschein für Kindle zukommen lassen. 

Der Gutschein ist einlösbar beim Kauf eines Kindle, Kindle Paperwhite oder eines Kindle Fire und gilt bis zum 30. April 2014.

Mag jemand?

Dann bitte ich bis Montagabend um einen kurzen Kommentar unter diesem Artikel. Sollten mehrere interessiert sein, werde ich den Gutschein verlosen.

Warum ihr einen Kindle braucht?  Die Frage müsst ihr euch schon selber beantworten, ich will meinen jedenfalls nicht mehr missen.

Eingestiegen bin ich 2011 mit dem Kindle Keyboard, Weihnachten 2012 wünschte ich mir den Paperwhite, den ich ebenfalls heiß und innig liebe. Zum Lesen sind beide einwandfrei.

Die Fire-Tablets kenne ich nicht, würde aber tendenziell davon abraten, wenn das Gerät hauptsächlich zum Lesen genutzt werden soll. Ein hintergrundbeleuchtetes Display blendet doch stark und ermüdet die Augen.

Bild: Amazon






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Freitag, 6. Dezember 2013

Tagebuchbloggen am 5. Dezember

Mein Tag beginnt in aller Frühe mit Regen im Kinderzimmer. Eigentlich hatte ich den Fensterflügel nur einen winzigen Spalt offen gelassen (als ich zu Bett ging, war kein Regen in Sicht), um 5:00 stand dieses weit offen und der Wind trieb Regen- und Gischt ins Zimmer. Ich also beherzt zum Handtuch gegriffen und alles trocken gewischt, bevor ich mich wieder unter der warmen Bettdecke verkriechen konnte. Das Einschlafen fiel mir nach dieser ungemütlichen Episode nicht ganz leicht. Das Kind hingegen (natürlich in meinem Bett) verschlief das Drama. Um 6:15 reißt mich der Wecker schon wieder raus. Ich snooze noch zweimal bevor ich mich um 6:35 ziemlich gerädert aus dem Bett quäle. Danach schnell das Kind fertig gemacht und auf den Weg gebracht. Praktischerweise ist es draußen gerade regenfrei. Auf dem Weg zum Bahnhof friere ich aber. Es scheint fast, als sei der israelische Winter tatsächlich zu Besuch gekommen. Im Zug lese ich "Ein ganzes halbes Jahr" weiter. Erst gestern angefangen, bin ich bereits voll von dieser wirklich wunderbaren und außergewöhnlichen Geschichte gefangen. Blöd, dass heute nicht mein freier Tag ist. Gegen 8:15 in Tel Aviv angekomme, schaue ich bei meinem Mann im Krankenhaus vorbei (aber das ist eine andere Geschichte). Eine Abkürzung führt mich unter die Erde. Die bombensicheren Katakomben unter dem verschachtelten Krankenhauskomplex faszinieren und gruseln mich gleichermaßen. Immer wieder. Meist scheint es in den menschenleeren Gängen so, als sei man ganz allein in einer dystopischen Parallelwelt gelandet. Vorbei an unverputzten Rohren, ausgemusterten Rollstühlen und abgeblätterten Wandbemalungen muss man schon genau wissen, wo man abbiegen muss um ans Ziel zu kommen. Was sich hinter den anderen Abzweigen verbirgt , möchte man gar nicht so genau wissen, die wildesten Fantasien warten an diesem Ort geradezu darauf, mit einem durchzugehen. Und ohne Ivrit ist man sowieso aufgeschmissen, denn die spärliche Beschilderung ist nur einsprachig. Eine gute Stunde später im Büro dreht sich der Jahresabschlusszirkus. Die Stimmung ist aber gut: Manche freuen sich bereits auf ihren Weihnachtsurlaub, andere haben gerade Chanukkaurlaub, und in die Buchhaltung (also zu uns) flattern die letzten Rechnungen. Am Vormittag kommt der Regen auch nach Tel Aviv. Es windet und schüttet immer wieder vor unserem Fenster, und immer wieder ertappen wir uns dabei, wie wir faszinierend nach draußen starren. Mit der ganzen Aufregung geht der Tag schnell rum, obwohl ich heute länger arbeite als sonst. Kurz nach 17:00 verlasse ich das Büro. Da das Kind heute mit Freunden unterwegs ist, habe ich keinen Stress nach Hause zu komme. Dort angekommen werfe ich erstmal die Klimaanlage an, es ist wirklich kühl geworden. Vor dem Einschlafen, so gegen 0:00, lese ich die Geschichte von Lou und Will noch zuende. Ohne Tränen. Ich fand das Ende einfach nur toll.

Einen Soundtrack für diesen Tag habe ich auch. Bride - "I miss the rain", eine Ballade aus meiner Jugend ging mir den ganzen Tag durch den Kopf. Die vollständigen Lyrics passen überraschend gut auch zu meiner persönlichen Situation. Wie dem auch sei, hier ist sie:


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Die anderen Tagebucheinträge vom 5. Dezember sammelt wie immer Frau Brüllen





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Montag, 2. Dezember 2013

Am 5. Abend von Chanukka -

- habe ich es doch tatsächlich geschafft eine "Chanukkia" für uns zu kaufen. Das klingt ganz schön peinlich, aber ich muss dazu sagen, dass wir _eigentlich_ zig dieser neunarmigen Leuchter besitzen, auf denen während der Chanukka-Woche nach und nach immer mehr Kerzen entzündet werden. Eigentlich. Denn das Kind hat seit frühester Kindergartenzeit jedes Jahr mindestens eine neue gebastelt, zusätzlich zu diversen gekauften, nur kann ich sie nicht finden. Nach unserem Umzug im Juli habe ich lange keinen Gedanken daran verschwendet, und als es letzte Woche Zeit für die erste Kerze wurde, ging die hektische Sucherei los - bislang leider ergebnislos. (Der Gatte meinte zwar, es könne sein, dass er sie beim Umzug entsorgt hätte, aber irgendwie glaube ich daran nicht so ganz. Beziehungsweise ich will es nicht glauben.)

Nun muss man wissen, dass das Chanukkakerzenanzünden für Kinder eines der wichtigsten Ereignisse im jüdischen Jahreskreis ist. Man kann den Brauch unmöglich ignorieren. Tag 1-3 kamen wir gerade noch dadurch davon, dass wir diese Abende zur Kerzenanzündezeit bei besser organisierten Familien verbringen durften (hier zum Beispiel). Gestern (Tag 4) musste ich mit einer ollen Teelichtleiste von IKEA improvisieren, was bereits gewaltigen Unmut provozierte. Ich wusste genau, wenn ich bis zum nächsten Kerzenanzünden keinen Leuchter beschaffen kann, gibt es ein Drama. Heute am Ende eines sehr, sehr unerfreulichen Tages (Details erspare ich meiner Leserschaft lieber), kam ich endlich dazu, mein Versprechen einzulösen. Der auf dem Heimweg liegende Händler jüdischen "Zubehörs" (oder wie übersetzt man "Judaica"?) hatte seine Chanukka-Leuchter sogar bereits im Preis herabgesetzt, denn welcher Idiot kauft schon mitten im Fest noch einen Leuchter? Tja. Kam mir aber natürlich gelegen und fand auch Gnade beim Kind, obwohl ein golden glänzendes Exemplar noch besser angekommen wäre.

Zwar waren wir auch heute wieder bei Freunden zur Kerzenanzündezeit, aber da dort praktisch jedes Familienmitglied eine eigene Chanukkia hat, konnte unsere einfach direkt mitspielen. Das gab vielleicht einen Kerzenschein! (Und ein wenig graue Haare, da wir 3 Kinder unter 10 permanent von einem Tisch voller Kerzen vertreiben mussten, aber das gehört ja auch irgendwie dazu...) 

Frohes Fest und einen schönen 1. Advent !









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Samstag, 30. November 2013

[Buch] Ultimative Lesechallenge - Novemberbücher

Im Rahmen der ultimativen Lesechallenge gilt es, monatlich zwei Bücher nach bestimmten Vorgaben zu lesen und zu rezensieren. Da ich diesen Monat zu fast gar nichts komme, gibt es meine beiden an dieser Stelle mal auf einen Blick:

1. Lies ein typisches Herbst- bzw. Winterbuch (Cover und/oder Thematik sollten passen):

The Christmas Carol MurdersThe Christmas Carol Murders by Christopher Lord
My rating: 3 of 5 stars

Simon Alistair ist ein Nachfahre der Gründer von "Dickens Junction", einem kleinen Ort in Oregon, der sich dem Gedenken an Charles Dickens verschrieben hat. Er selbst besitzt einen Buchladen, der ausschließlich Bücher führt, die er selbst gelesen hat. Als wohlhabender Erbe ist er nicht auf die Einkünfte aus dem Laden angewiesen, weswegen er sich diese Extravaganz leisten kann. Abgesehen davon scheint sein Lebensinhalt darin zu bestehen, dafür zu sorgen, dass der einzigartige Charakter von Dickens Junction erhalten bleibt. Als während der alljährlichen Aufführung des "Weihnachtsliedes" auf dem Dorfplatz plötzlich eine Leiche auftaucht und alle Bewohner zu Verdächtigen werden, sieht sich Simon gezwungen, selbst zu ermitteln und Dickens Junction zu retten.

Dieser kleine "cozy-Krimi" liest sich gut weg, wobei mir das Setting ein wenig sehr gewollt vorkam. Dennoch fühlte ich mich wohl in diesem kleinen skurillen Örtchen mit den vielen Verweisen auf Dickens (von dem ich jetzt endlich mal mehr lesen sollte!) und die Protagonisten sind sehr liebevoll ausgedacht. Zunächst gewöhnungsbedürftig fand ich die schwule Liebesgeschichte zwischen Simon und dem jungen Journalisten Zach, was dank der geschmackvollen Darstellung aber schnell kein Thema mehr war.

Die Krimihandlung hat mich etwas enttäuscht. Einige Ungereimtheiten und ein eher schwaches Ende lassen mich zweifeln, ob es sich lohnt, an dieser Serie dran zu bleiben.

2. Lies ein Buch, das zwischen 301 und 599 Seiten hat (dieses hat 545):

Zwei an einem TagZwei an einem Tag by David Nicholls
My rating: 3 of 5 stars

Die intellektuelle Emma und Dexter, erfolgsverwöhnter Sohn wohlhabender Eltern, gehören zusammen. Das weiß der Leser von Anfang an. Die beiden Helden dieser Geschichte stehen sich jedoch selbst im Weg und verpassen über zwei Jahrzehnte immer wieder wichtige Chancen, endlich zueinander zu finden.

Dieses Buch lag relativ lange unberührt auf meinem Kindle. Den Titel fand ich seltsam, das Cover sprach mich nicht an und überhaupt war ich mehr als skeptisch. Als ich es letztlich doch in Angriff nahm, erlebte ich eine positive Überraschung. Die Sprache ist recht angenehm zu lesen, obwohl die deutsche Übersetzung zu wünschen übrig lässt. Ich gehe davon aus, dass das Original frischer daherkommt, insbesondere was den britischen Humor angeht. Dennoch habe ich oft und viel geschmunzelt und mitunter auch herzhaft gelacht.

Ansonsten muss ich peinlicherweise gestehen, dass mir die Pointe dieses Romans erst bewusst wurde, als ich es ausgelesen hatte. Ich gebe nicht viel auf Überschriften und kann mir Zahlen schlecht merken, sodass mir völlig entgangen ist, dass Emma und Dexters Geschichte sich immer am gleichen Tag - dem 15. Juli - fortsetzt. Wenn man das frühzeitig merkt, macht vieles wahrscheinlich noch mehr Sinn, aber ich habe nun nicht das dringende Bedürfnis, das Buch sofort noch einmal zu lesen. Dazu war es mir persönlich insgesamt zu deprimierend.




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Mittwoch, 27. November 2013

Die Stimme des israelischen Soundtracks ist tot

Gestern Nacht ist der wohl bedeutendste israelische Sänger und Liedermacher überraschend gestorben. Arik Einstein (*1939 in Tel Aviv) hat wie kein anderer die israelische Pop- und Rockmusikszene geprägt und eine ganze Generation mit seinen Liedern großgezogen. Seine Liebe und Verbundenheit zu seiner Heimat, der Traum nach einem besseren Israel, seine Bescheidenheit und Zurückgezogenheit machten ihn so beliebt und authentisch bei seinen Landsleuten, während er im Ausland weitgehend unbekannt blieb. Die zahlreichen Nachrufe sind sich alle einig: Ein ganz großer Israeli ist von uns gegangen. Im Haaretz heißt es, er sei unser Frank Sinatra, Elvis Presley und Bruce Springsteen in einer Person. Das trifft es wohl ganz gut.

Nachdem er gestern Abend in seinem Haus zusammengebrochen war, brachte man Arik Einstein mit einem geplatzten Aneurysma in Tel Aviv ins Krankenhaus, wo die Ärzte wenig später aufgeben mussten. Der Krankenhauschef selbst trat mit belegter Stimme vor die versammelten Menschen. 

Der bekannte israelische Radiosender "Galgalatz" spielt seither nur noch Arik Einsteins Lieder (auch im Webradio), die kollektive Trauer ist den ganzen Tag über spürbar, meine Timeline auf Facebook kennt kein anderes Thema: Dieser Mann hat die Herzen in diesem Land bewegt wie kein anderer. Bereits am Nachmittag wird Arik nach jüdischer Tradition zur letzten Ruhe gebettet. Zuvor findet auf dem Rabin Square in Tel Aviv eine Trauerfeier statt, zu der Tausende erscheinen, die israelische Musikszene scheint geschlossen vertreten zu sein und sogar unser Ministerpräsident erweist Arik Einstein die letzte Ehre, bei seiner kurzen Ansprache kämpft der "Hardliner" sichtbar mit den Tränen. Bis in die Nacht hinein bleiben zahlreiche Fans auf dem Platz zurück, entzünden Kerzen und singen gemeinsam die bekannten Lieder. Und obwohl die Musik uns erhalten bleiben wird und obwohl (oder gerade weil?) Arik Einstein schon lange nicht mehr auftreten wollte und öffentliche Auftritte scheute, wird er den Israelis fehlen. Er war mit dem Land und seiner Geschichte untrennbar verbunden. Viele erinnern sich an ganz eigene "Arik-Einstein-Momente", er war einfach immer da. In Kriegszeiten, nach Terroranschlägen, nach dem Mord an Yitzhak Rabin, aber auch für die schönen, alltäglichen Momente, etwa zur Einschulung mit seinem Lied "Ouf Gozal - kleiner Vogel flieg!".

 - Arik Einstein: "Ouf Gozal - kleiner Vogel flieg'" (1987)

Für mich persönlich werden Arik Einsteins Lieder für immer mit meiner allmählichen "Israelisierung" verbunden sein. Am Anfang konnte ich nur zusammenhanglose Bruchstücke seiner Texte verstehen, aber die blieben hängen. Immer wieder hörte ich unbewusst Lieder von ihm, die mich berührten, mein Gemüt streichelten. Zu seinem sanften, manchmal melancholische Bariton möchte man sich nur einkuscheln, einen Gang von der Hektik herunterschalten und vom Leben ausruhen. Später, je mehr Hebräisch ich lernte, lernte ich auch seine Lieder noch mehr schätzen, denn sie geben alle so viel Sinn in ihrer schlichten Poesie. Dabei spielt keine Rolle, ob er über flügge werdende Kinder, Weltenverbesserer oder humorisch über den Shabbat singt, sie haben alle diesen besonderen Zauber, der mitten in die israelische Seele trifft, gebürtige wie eingewanderter Israelis. Mein Mann wunderte sich immer darüber, dass mir gerade diese Musik gefällt, und ich kann es auch nicht erklären, aber wann immer ich diese Stimme im Radio höre, werde ich ein bisschen froher. Einfach so. Und als ich irgendwann letztes Jahr meiner Schwägerin gegenüber bemerkte, dass ich Arik Einstein so gerne mag, leuchteten ihre Augen auf, und es stellte sich heraus, dass er auch ihr Lieblingssänger ist. Schon immer gewesen. Beim nächsten Treffen überreichte sie mir eine von ihr höchstselbst zusammengestellte Lieblingslieder-CD. Mit Liedern "jenseits der Radio-Standards", wie ihr sehr wichtig war, zu bemerken.

Arik Einstein wird uns fehlen. Aber seine Lieder und Filme behalten wir. Das tröstet.

Ruhe in Frieden.



- Arik Einstein: "HaYamim HaArukim, HaAtzuvim - Die langen traurigen Tage" (1968)

Montag, 25. November 2013

20 Dinge über mich

Viele Blogger erzählen immer wieder spannende Sachen über sich. Eine Liste aus 20 persönlichen Eigenschaften ist dabei sehr beliebt und läuft mir immer mal wieder über den Weg. Daher versuche ich mich jetzt auch mal daran: 

01. Ich mag Bücher die "gut" ausgehen. Genauer gesagt kann ich sehr ungemütlich werden, wenn ein Buch das ich sehr gerne mag, plötzlich ein hässliches, tragisches Ende nimmt. Da kann es noch so literarisch wertvoll sein.
02.Ich mag Instant lieber als Filterkaffee. Obwohl ich als Deutsche mit dem Geruch von Filterkaffee aufgewachsen bin und Instantkaffee erst mit über 20 kennenlernen durfte. Ich mag sogar den billigsten aller israelischen Instantkaffees. Den, von dem echte Israelis während ihrer Armeezeit in aller Regel die Nase voll bekommen.
03.Ich habe manchmal Träume von denen ich noch im Traum weiß, dass ich mich in einem Traum befinde. Mich bewusst zurück in einen bestimmten Traum zu träumen, klappt allerdings nur sehr, sehr selten. 
04.Ich mag Katzen nicht wirklich. Außer vielleicht Grumpy Cat. (Aber die würde mich wahrscheinlich dafür hassen ^^)
05.Ich bin total verknallt in Wendy von Wendy's Lookbook. Ihr Blog und ihre Modetipps kann ich ewig ansehen, besonders ihre Videos (Wintertipp!). Für einen notorischen Modemuffel wie mich geht das fast schon als schizophren durch, würde ich sagen.
06.Ich kann Loriots Gesamtwerk zu weiten Teilen mitsprechen. (Die Sissi-Trilogie übrigens auch.)
07.Ich habe eine Schwäche für Elvis. Ja, genau den.
08.Ich bin eine verhinderte Rollenspielerin. Als die Jungs in der sechsten Klasse "Das schwarze Auge" spielten, waren Mädchen unerwünscht. Und später habe ich den Einstieg immer wieder verpasst.
09.Ich bin Trekkie. Seit ich eines öden Nachmittags in der Mittelstufe auf Sat1 an einer Folge von "The Next Generation" hängen geblieben bin und zuerst gar nicht wusste, was dieser Mist mit den seltsamen Trainingsanzügen soll... Star Wars mag ich auch. Sehr.
10.Ich war einst mehrere Jahre lang Vegetarierin und wäre es eigentlich gerne wieder, kann mich aber nicht aufraffen, es wirklich durchzuziehen.
11.In Israel vermisse ich den Wintersport am meisten. Aus den jährlichen Skiurlauben mit der Familie habe ich viele meiner besten Kindheitserinnerungen.
12. Ich habe eine meiner besten Freundinnen im Internet kennengelernt.
13. Mathe kann ich gar nicht. (Nachtrag, 27.11.: Wer's nicht glaubt, suche bitte die Nummer 17 in diesem Text..) Dass ich derzeit Buchhalterin bin, kann ich mir daher selbst nicht so richtig erklären.
14.Ich bin mit 24 ausgewandert und habe es nie bereut. Nicht wirklich.
15.Ich sehe im Kino gerne den kompletten Abspann an. Leider sehen das Israelis überhaupt nicht ein und blenden oft schon weit vor der Zeit ab.
16.Ich fahre gerne (schnell) Auto. Das liegt bei uns in der Familie und hat vielleicht auch was mit meiner deutschen Prägung zu tun. Geblitzt wurde ich allerdings erst zweimal im Leben, Punkte gabs noch nie.
18.Im Gegensatz zu meinem Mann quatsche ich im Ausland gerne Israelis an, wenn ich welche sehe. Was das typische Gemeinschaftsgefühl angeht, hat mich das Volk die 11 Jahre hier schon gut konditioniert. (Sehr schönes Video zum Thema: Der einzige Strand in Thailand ohne Israelis , leider nur auf Ivrit)
19.Ich bin sprachbegabt.  Russisch und Arabisch stehen ganz oben auf meiner Liste der unbedingt noch zu erlernenden Sprachen. Beide sind aber auch richtig, richtig schwer zu erlernen. Kommaregeln kann ich allerdings in keiner Sprache.
20.Mir will beim besten Willen kein 20. Ding einfallen. Werde es aber nachtragen. (Bestimmt fallen mir morgen noch 12 ein, wenn ich nicht mehr wie besesssen versuche, diese Lücke zu füllen. Ah ja, Perfektionistin bin ich auch. Mit mitunter höheren Ansprüchen an mich selbst, als wahrscheinlich gut für mich ist.)

Jetzt aber: Nach 11 Jahren in Israel fällt mir bei Deutschlandbesuchen seit einiger Zeit auf, dass ich mich der Heimat tatsächlich etwas entfremdet habe. Ich glaube, eine Wiedereingliederung in den deutschen Trott wäre gar nicht mehr so einfach.



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Montag, 18. November 2013

[Buch] Lieblingsbuch 9/2013 - Scarlett


Mein Lieblingsbuch diesen Monat ist "Scarlett", die autorisierte Fortsetzung von "Vom Winde verweht" von Alexandra Ripley. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich diesen Schmöker gelesen habe, der mich schon seit meiner Teenagerzeit begleitet. Mitchells Werk habe ich zwei, vielleicht dreimal, komplett gelesen, "Scarlett" bestimmt zehnmal so oft. Ich weiß, dass Kritiker dieses Buch überhaupt nicht mögen und dass eingefleischte Fans des Originals die Fortsetzung nachgerade hassen, warum gehört also ausgerechnet DAS zu meinen Lieblingsbüchern? 

Wohl hauptsächlich weil ich Scarlett mag. Ja, sie ist ein selbstsüchtiges verwöhntes Ding, lügt, betrügt, verletzt alle, denen was an ihr liegt und lässt insgesamt so viel verbrannte Erde hinter sich, dass man am Ende von "Vom Winde verweht" als moralisch korrekter Leser eigentlich ausrufen müsste "Selbst schuld! Geschieht ihr ganz recht!". Stattdessen möchte man mit ihr heulen, um sich schlagen und die Autorin dafür verfluchen, dass sie ihre Heldin vor so einem Scherbenhaufen im Stich lässt. Denn, und da glaube ich ist "Vom Winde verweht" tatsächlich sehr authentisch: Scarlett ist ein Opfer der Lebensumstände der damaligen Zeit. Die Liebesgeschichte mal ausgeklammert, bin ich mir sicher, es gab tatsächlich reiche Südstaatenmädchen wie sie, deren ganze Welt zugrunde ging, was sie zwang,  von heute auf morgen erwachsen werden, sich von ihrer Erziehung emanzipieren. Alles was man sie gelehrt hatte, war dekorativ zu sein und sich perfekt in eine ebenso komplexe wie arrogante Gesellschaft einzufügen, für Querdenker und Charakterköpfe gab es keinen Platz. Auf einen hässlichen, Jahre andauernden Krieg hatte keiner diese junge Generation vorbereitet. Scarlett setzt den Umständen ihre skrupellose Durchsetzungskraft entgegen und schafft es dadurch, nicht unterzugehen, sondern für ihr Umfeld zu sorgen, so widerwillig sie das auch mitunter tut. Im Laufe des Romans bringt sie das Kind ihrer Schwägerin zur Welt und flieht mit ihr gerade rechtzeitig vor dem Einmarsch der Yankees aus Atlanta, rettet ihre Familie durch harte Feldarbeit vor dem Hungertod und bewahrt schließlich die Plantage ihres Vaters vor dem Gerichtsvollzieher. Kritik der moralisierenden alten Gesellschaft schüttelt sie ab und macht sich selbst zur Außenseiterin, worunter sie immer wieder bitter leidet. Bei aller Tüchtigkeit und Weitsicht bleibt sie für die wahre Liebe zu Rhett Butler blind, und als ihr endlich bewusst wird, dass sie ihr eigenes Glück all die Jahre verleugnet hat, ist es zu spät. Tragisch. Und nicht halb so kitschig-romantisch, wie Ignoranten sich den Roman vorstellen. 

Soviel zu "Vom Winde verweht". 

"Scarlett" knüpft zeitlich unmittelbar an dieses düstere Ende an. Der Leser trifft auf eine Scarlett, die bereit ist, alles zu tun, um Rhett zurückzugewinnen. Rund 800 Seiten lang kämpft die einstige Südstaatenschönheit unermüdlich um ihre einzige Liebe, während sie sich abmüht, ihren Platz in der Gesellschaft, irgendeiner Gesellschaft, zu finden. Dabei muss sie viele Rückschläge einstecken und macht eine Entwicklung durch, an deren Ende sie auch mit sich selbst ins Reine kommt und wirklich frei wird.

Alexandra Ripley ist eine versierte Südstaatenautorin. In ihren Romanen malt sie ein farbenfrohes Bild des stolzen Südens, was ihr auch mit "Scarlett" gelingt. Wechselnde Schauplätze wie Charleston, Savannah und Irland mit ihren interessanten Bewohnern geben dem Roman Abwechslung und Charakter, ohne die Welt Margret Mitchells zu "verraten" oder Rahmenbedingungen zu verändern. Ich kann jedes Mal wieder aufs Neue ganz tief in diese faszinierende Märchenwelt des alten Südens eintauchen, mit seiner Etikette, den Reifröcken und Bällen. Nein, ich würde nicht so weit gehen, es Weltliteratur zu nennen, und Historiker hätten sicher auch so einiges zu meckern, aber diesen Anspruch stelle ich an meine Lieblingswohlfühlbücher auch nicht. Für mich fühlt sich "Scarlett" als Fortsetzung authentisch an, ich kann die beiden Werke heute fast nicht mehr voneinander trennen. Was aber auch daran liegt, dass ich nur dann restlos glücklich mit einem Buch sein kann, wenn es ein Happy End für die liebgewonnenen Charaktere gibt. 

Donnerstag, 14. November 2013

Guess what: Divergent is being made into a movie (English)

Or maybe you knew already. I did but didn't dare to expect to much from it until now.

Here's the first official full trailer, looking awesome.

"I don't wanna be just one thing. I want to be brave and selfless and intelligent and honest and kind."

- Four 






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Dienstag, 12. November 2013

12 von 12 im November 2013

Meine heutigen 12 bilden einen typischen Werktag ab. Allerdings nur die Zeiten vor und nach der Arbeit, denn im Büro war heute so viel los, dass ich das Fotografieren tatsächlich 7 Stunden lang komplett vergessen habe. Außerdem hadere ich mit der neuen Fotobearbeitungsfunktion von Picasa, die meine Lieblingsfunktionen ersatzlos wegrationalisiert hat. Ich muss mich unbedingt nach einer Alternative umsehen. Hier die (fahrradlastige) Ausbeute:


(Zum Vergrößern genügt ein Klick)

jetzt wird's Zeit
Pausenbrot fertig
Schäfchenwolken über Tel Aviv
sehr passender Name
Zeitsprung !
noch schnell neue Fahrkarten laden
das treue Radl befreien
die Sonne steht um 16:07 schon tief
Radlerperspektive
geht auch als Packpferd

Zeichnen ist gerade sehr "in"

Backen auch (-> Erdnussbutterkekse)


Nach getaner Backarbeit war die Maus so erschlagen, dass sie direkt auf dem Sofa eingeschlafen ist. Was mir aber sehr gelegen kam, da ich mich so unbemerkt zum Schuhladen schleichen und ihre Seligkeitsschuhe abholen konnte, wegen denen es bereits am Freitag Tränen gab, als wir _eigentlich_ zum Stiefelkauf dort waren. Nein, mein Geschmack sind sie nicht, aber sie sitzen wenigstens gut am Fuß, waren um die Hälfte heruntergesetzt und da Stiefel im Augenblick eh noch viel zu warm sind, bin ich jetzt eben mal eingeknickt.



Alle 12-von-12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.





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Sonntag, 10. November 2013

Essen?

Wer dieses Blog schon einmal ausgiebig durchklickt hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass es oben in der Leiste neben den Reitern Lesen und Leben auch noch einen dritten Reiter gibt - Essen. "Früher" habe ich unter diesem Reiter regelmäßig Rezepte und Foodfotos veröffentlicht, was aber schon peinlich lange her ist. Der letzte Artikel dieser Art war im Mai diesen Jahres, also vor über einem halben Jahr. Woran's liegt? Vermutlich daran, dass mir das Leben (und das Lesen *g*) immer wieder dazwischen kommt. Natürlich isst meine Familie trotzdem, klar. Allerdings dreht sich mein Alltag in letzter Zeit eher um improvisierte und schnell zusammengeschusterte Gerichte, von denen keiner wirklich ein Rezept sehen will. (Das müsst ihr mir glauben...)

Ich bin zwar sehr schnell dabei, tolle Rezepte aus meiner Facebook-Timeline und von Bloggerkollegen auszudrucken, zum Nachkochen komme ich viel zu selten. Stattdessen habe ich gelernt, dass es sehr viel Sinn macht, jede Woche einen Topf Reis zu kochen. Mein Mann kann nämlich zu jeder Gelegenheit Reis essen und nimmt sich sogar Reis mit zur Arbeit wenn es kein Hauptgericht dazu gibt. Falls Ende der Woche noch was übrig sein sollte, wird der Reis ganz easy zu Fried-Rice, den ich richtig gut hinkriege seit ich dieses Grundrezept verinnerlicht habe: Magic Fried Rice. Als letztens mal kein Reis im Haus war habe ich zudem herausgefunden, dass man die Fried Rice-Technik auch auf verschmähte Spaghetti anwenden kann und dass das Endprodukt fast an asiatisches Take-out heranreicht. Immer vorausgesetzt man hat ordentlich Sojasauce verbraucht.

Resteverwertung und die Kunst, aus einmal Kochen mehrere Mahlzeiten heraus zu schlagen, ist eine Fertigkeit, an der ich immer mal wieder mehr oder weniger gewissenhaft feile. Aus einem ganzen Hühnchen mache ich daher meist zunächst Suppe, die sich für 1-2 Tage gut im Kühlschrank hält und sich super als leichtes Abendessen oder Zwischenmahlzeit eignet. Einen Teil friere ich meist ein, für Krankheits- und Notfälle. Aus dem Hühnerfleisch kann man ohne großen Aufwand zum Beispiel ein Chicken Pot Pie machen oder es zum Reis kombinieren, den man (s.o.) sowieso immer zur Hand haben sollte. Im Salat oder mit Mayo als üppiges Sandwich macht sich dieses weiche zarte Suppenhühnerfleisch auch sehr gut.  

Ich habe erfolgreich ausprobiert, Kartoffelgratin in der Mikrowelle zu machen (so wie meine Mama es immer gemacht hat) und dabei festgestellt, dass es nicht mal Sahne für ein lecker-sämiges Ergebnis braucht: Milch und Käse reichen völlig.

Bananenkuchen
Überhaupt bin ich inzwischen ganz groß im Rezepte abwandeln und Zutaten substitutionieren. Neulich wollte ich einen Kuchen backen und hatte kaum was im Haus. Am nächsten Morgen im Halbschlaf kam mir schließlich die glorreiche Idee, aus dem letzten Viertel Wein vom Abendessen einen Rotweinkuchen zu backen, weil ich mich erinnerte, irgendwann vor Jahren mal so einen Kuchen gegessen zu haben. Also Google bemüht, alle Rotweinkuchen mit exotischem Schnickschnack aussortiert, die gemahlenen Nüsse im Rezept durch irgendwas substituiert (ich glaube durch geschredderte Schokolade) und einen ziemlich anständigen Kuchen hingekriegt. Improvisation ist alles. Überhaupt ist es sehr erhellend, Zutaten in Google einzugeben und zu sehen, was dabei für Rezepte rauskommen. Hat mir schon oft weitergeholfen und mir so manche neue Idee eingebracht. Diesen klebrigen Bananenkuchen mit Ahornsirup zum Beispiel: Sticky banana & maple cake

Ich habe, nicht nur aus dem Rotweinkuchen-Vorfall, gelernt, immer die Zutaten für meinen bewährten Schokoladenkuchen im Haus zu haben, falls mal überraschend einer gebraucht wird. Ich habe auch gelernt, dass mich meine Silikon-Cupcake-Förmchen nerven, weil sie so ätzend zu reinigen sind, weswegen sie seither ein etwas trauriges Dasein fristen. Neulich hat mich das Rezept einer Freundin so angelacht, dass ich sie mal wieder herausgegraben und gesunde Apfel-Haferflocken-Muffins damit gebacken habe. Die waren echt gut. Überhaupt würde ich gerne mehr Muffins backen, aber die Silikonformen... Vielleicht kaufe ich mir doch mal ein gutes Muffinsblech.


Ein weiterer Grund für wenige kulinarisches in meinem Blog? Bereits mein zweiter Crockpot-Einsatz ist vor einiger Zeit kaputt gegangen und seither zweifle ich, ob ich mir einen dritten zulegen soll. Die schweren Steinguteinsätze sind einfach so blöd zu reinigen weil ein kleiner Schlag an unsere Marmorarbeitsplatte oder auf den Fliesenboden reicht, ihnen den Garaus zu machen. Ein unzerbrechlicher Einsatz wäre klasse, aber das gibt es im Crockpot-Segment meines Wissens nicht. Dabei sehe ich jetzt in der kühlen Jahreszeit so viele tolle Crockpot-Rezepte in meiner Timeline und würde nichts lieber tun, als morgens vor der Arbeit das Ding anzuwerfen und abends zum fertigen Abendessen nach Hause zu kommen. Das geht mit dem Crockpot nämlich wirklich klasse. Ich vermisse ihn schmerzlich.

Was ich eigentlich sagen wollte? Ich bedaure, dass hier in letzter Zeit keine Rezepte oder sonstige kulinarische Beiträge zu lesen waren und hoffe, dass es irgendwann wieder besser wird.





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